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Impressum

Einleitung

 

Die heutige Kultursituation ist die BlĂŒte einer widernatĂŒrlichen menschlichen Selbstorganisation, die bereits vor 5000 Jahren in Mesopotamien durch die Erfindung einer Herren-Diener-Sklaven-Standeskultur ihren Anfang genommen hat. Seit der Industriellen Revolution vereinnahmt diese Standeskultur die Natur der Erde und alle ihre Lebewesen durch eine immer komplexer werdende Kulturmaschinerie und fĂŒhrt dadurch auch den Menschen in eine zunehmende Überlastung. Es ist heute absehbar, dass durch diese menschliche Selbstorganisation viele natĂŒrliche Kreislaufsysteme in den kommenden 20 Jahren kippen werden, so dass ihre innere Ordnung wie bei einem umgekippten Weiher fĂŒr eine lĂ€ngere Zeit aus den Fugen gerĂ€t. Will der heutige Mensch zukunftsfĂ€hig bleiben, ist es unabdingbar geworden, dass sich der Einzelne mit der heutigen Kulturorganisation in einer grundlegenden Weise auseinandersetzt.


InhaltsĂŒbersicht

Vorwort

Einleitung

Kapitel 1

Grundlegende kulturelle Überlegungen

  1. Die natĂŒrliche Aufgabe der Ökonomie
  2. Die heutige Staatskonstitution und ihre Gefahren
  3. Das natĂŒrliche politische Gleichgewicht und das menschliche Streben nach Sicherheit und Freiheit

Kapitel 2

Der Kapitalismus

  1. Das Geld, das Eigentum und das kapitalistische Kreditsystem
  2. Die Entwicklungsgeschichte des liberalen Kapitalismus
  3. Der neoliberale Putsch und seine globalen Auswirkungen

Kapitel 3

Der Kommunismus

  1. Das Kommunistische Manifest
  2. Die kritischen Passagen im Kommunistischen Manifest 
  3. Das Kommunistische Manifest aus der Sicht der modernen Sozialwissenschaften
  4. Die relativen AnsÀtze der kommunistischen Theorie

Kapitel 4 

Der natĂŒrliche dritte Weg

  1. Die moderne Systemforschung und die heterarchische Demokratie
  2. Die Verwirklichung einer heterarchischen Ökonomie
  3. Die globale heterarchische Kulturorganisation
  4. Die globale Entschuldung und das heterarchische Finanzwesen
  5. Die notwendige Entlastung der Natur
  6. Weitere wichtige politische und ökonomische Zielsetzungen einer heterarchischen Kulturgestaltung
  7. Zusammenfassung

Kapitel 5

Die Befreiung von der MilitÀrmaschine

  1. Die natĂŒrliche Selbstverteidigung und der absolutistische Militarismus
  2. Die schreckliche BlĂŒte des Militarismus im 19. und 20. Jahrhundert

Kapitel 6

Die gefÀhrliche hedonistische Unterhaltungsmaschinerie

  1. Das menschliche Gehirn
  2. Die Gefahren einer gezielten medialen Beeinflussung 
  3. Die Macht der Propaganda
  4. Das Fernsehen und seine Wirkungen
  5. Die modernen Suchtentwicklungen und ihre Auflösung
  6. Die bewusste Ablehnung der professionellen Medienmanipulation
  7. Die absolutistische mediale Polarisierung und die “Sehn-Sucht”

Kapitel 7

Die Auflösung der gegenwÀrtigen kulturellen Bildungsmaschine

  1. Die Erfindung der Kindheit und ihre Folgen
  2. Die Korrektur der „pĂ€dagogischen“ Belohnung und Bestrafung
  3. Der moderne Rassismus der Intelligenz
  4. Die Rolle der Wissenschaft in der modernen Kultur

Kapitel 8

               Die gezielte RĂŒckkehr zu einem natĂŒrlichen                  Denken, FĂŒhlen und Handeln

  1. Der krankhafte menschliche Selbsthass
  2. Die psychologischen Fehlentwicklungen innerhalb der Standeskultur und ihre gezielte Auflösung
  3. Die notwendige Renaissance der Geschlechterbeziehung
  4. Die bewusste Verhinderung der allergischen Reaktion
  5. Die notwendige Relativierung der absolutistischen Religion
  6. Das natĂŒrliche metaphysische Weltbild

Zusammenfassung und Schluss

Anhang

Anregungen fĂŒr die Gestaltung einer Diskussionsrunde

Quellenangaben und weiteres Hintergrundwissen zu den jeweiligen Themen durch eine Liste von Abhandlungen und YouTube Filmdokumentationen aus dem Internet

 

BuchauszĂŒge

 

Kapitel 1

Grundlegende Überlegungen

 

1. Die natĂŒrliche Aufgabe der Ökonomie

Die natĂŒrliche Aufgabe der kulturellen Ökonomie besteht darin, die menschliche Gemeinschaft mit Überlebensmitteln auszustatten. Dazu ist fĂŒr die vielen individuellen Leistungen und Produkte, die der Mensch aufgrund seiner kreativen und freiheitlichen Natur erzeugt, ein Marktplatz notwendig, auf dem ein regelrechter Austausch dieser Leistungen und Produkte erfolgen kann.

Der darĂŒber auf eine natĂŒrliche Weise entstehende Tauschmarkt reguliert sich durch Angebot und Nachfrage wie von selbst und bleibt innerhalb einer sozial-symbiotischen Kulturgestaltung konstruktiv und progressiv. Sobald eine Kultur jedoch die Sklaverei einfĂŒhrt, verdirbt sie die natĂŒrliche Kulturökonomie und verursacht eine asoziale Degeneration des kulturellen Gemeinschaftslebens. Diese Degeneration findet notwendig darĂŒber statt, dass der Landwirt oder Handwerker, der Sklaven hĂ€lt, seine Produkte billiger als der Landwirt und Handwerker anbieten kann, der Arbeiter und Angestellte beschĂ€ftigt oder seine Produkte selbst herstellt.

Um auf einem Markt mithalten zu können, der von Sklaven gefertigte Produkte anbietet, mĂŒssen alle Konkurrenten auf die Dauer ebenfalls Sklaven halten oder fĂŒr ihre eigene Arbeit einen Sklavenlohn veranschlagen. WĂ€hrend in einer gesunden sozial-symbiotischen Kultur das Wohl aller zum ethischen Kern jeder ökonomischen Betriebsamkeit wird, bestimmt in einer Standeskultur die harte oder „sanfte“ Lohnsklaverei das Marktgeschehen und treibt sowohl die Ökonomie als auch das gesamte Sozialleben der Gesellschaft in eine asoziale Verzerrung.

Nur die natĂŒrliche sozial-symbiotische Ökonomie, die ohne eine widernatĂŒrliche Ausbeutung von Mensch und Natur auskommt, ist daher als eine fĂŒr den Menschen geeignete, gesunde Ökonomie zu erachten.

2. Die heutige Staatskonstitution und ihre Gefahren (Teilauszug)

Innerhalb der heutigen Standeskultur hat sich zwischen einem verabsolutierten Staatswesen und den StaatsbĂŒrgern eine diktatorische Beziehungskonstitution durchgesetzt. Der Staat kann sich vor allem dadurch in einer absoluten Weise durchsetzen, dass die Exekutive der Beamtenschaft, die den modernen Kulturalltag reguliert, nicht vom BĂŒrger gewĂ€hlt wird. Da eine solche Exekutive notwendig der Verwirklichung einer natĂŒrlichen Demokratie entgegensteht, bleibt der heutige KulturbĂŒrger innerhalb der heutigen Standeskultur relativ machtlos. Diese Machtlosigkeit wird zudem durch die 3 ideologischen und praktischen Grundpfeiler der heutigen Staatskonstitution verstĂ€rkt:

1. Die Steuern des Staates werden durch eine sogenannte "nonaffektative" Steuererhebungsgrundlage eingezogen, die vor allem bedeutet, dass der BĂŒrger fĂŒr seine Steuerleistungen keine konkrete staatliche Gegenleistung erwarten darf. Damit hat die Exekutive freie Hand fĂŒr die Verwendung des Steueraufkommens und kann die Steuergelder auch zu einer besseren Beherrschung der BĂŒrger einsetzen.

2. Das staatliche Gewaltmonopol erzeugt eine absolute politische Hoheit innerhalb der Kultur, so dass der Staat einen etwaigen Widerstand der BĂŒrger gegen den Staat durch eine Polizei- und MilitĂ€rgewalt so gering halten kann, dass fĂŒr die bestĂ€ndige Aufrechterhaltung der absolutistischen Staatsmacht keine Gefahr besteht.

3. Die innerhalb der modernen Staaten angewandte Rechtsprechungs-Grundlage "positives Recht vor natĂŒrlichem Recht“ ist im Römischen Reich entstanden, um die zahlreichen Sklaven in die tĂ€glichen RechtsgeschĂ€fte einbinden zu können. Daher ist das „positive“ Recht als ein willkĂŒrlich verfĂŒgtes Recht zu verstehen, durch das der Staat jederzeit die natĂŒrlichen Menschenrechte ĂŒberlagern und rechtsgĂŒltige Gesetze erlassen kann, die sich gegen die Natur des Menschen richten.

Eine „positive“ Rechtsprechung kann sich daher auch wie eine Fahne nach dem jeweiligen politischen Wind in der Gesellschaft ausrichten, so dass das, was heute Recht ist, morgen bereits zu einem Unrecht werden kann.

Die Gefahren der „positiven“ Rechtsprechung wurden vor allem durch die NĂŒrnberger Judengesetze des dritten Reiches offenkundig, so dass man nach dem 2. Weltkrieg damit begann, eine Lösung fĂŒr die politische AnfĂ€lligkeit der „positiven“ Rechtspraxis zu suchen. Die scheinbare Lösung einer Anwendung der sogenannten „Radbruchschen Formel“ von Gustav Radbruch (1878 - 1949) hat jedoch die Achillesverse der traditionellen Rechtsprechung nicht aufgehoben, da die Formel vorsieht, dass sich der Mensch auf jeden Fall an das positive Recht halten muss, dass aber der Richter dazu angehalten ist, das positive Recht auszusetzen, sobald ein positives Gesetz eine unertrĂ€gliche Ungerechtigkeit generiert oder aber den natĂŒrlichen Menschenrechten in einer diametralen Weise widerspricht.

Diese zweifelhafte Ehrenrettung des „positiven Rechts“ hĂ€ngt von einer starken Persönlichkeit des rechtsprechenden Richters ab und unterliegt keiner klaren gesetzlichen Regelung. Dadurch greift die Empfehlung der Radbruchschen Formel in der Rechtspraxis notwendig zu kurz bzw. wird nur unter gĂŒnstigen UmstĂ€nden wirksam.

Einen wirksamen Schutz vor einer tyrannisch werdenden kulturellen Rechtsprechung kann der Mensch daher nur dann erreichen, wenn er die traditionelle kulturelle Rechtsprechungs-Grundlage „positives Recht vor natĂŒrlichem Recht“ in die Rechtsprechungs-Grundlage „natĂŒrliches Recht vor positivem Recht“ verkehrt, so dass die Einhaltung der natĂŒrlichen Menschenrechte in der Kulturorganisation verankert werden kann.

Eine Staatskonstitution benötigt im Grunde nicht mehr als eine „nonaffektative“ Steuererhebung, ein absolutistisches Gewaltmonopol und eine „positive“ Rechtsprechung, um ein ganzes Volk dauerhaft mit Hilfe eines bĂŒrokratischen Staatsapparates auf eine diktatorische Weise binden und beherrschen zu können.

Gustave le Bon schreibt in seinem 1895 veröffentlichten Buch „Psychologie der Massen“1 ĂŒber die Entwicklung der Machtgewalt im absolutistischen Staatswesen:[...] „Herbert Spencer [1820-1903]hatte in einer frĂŒheren Arbeit gezeigt, daß die Zunahme der scheinbaren die Abnahme der wirklichen Freiheit zur Folge haben mĂŒsse. In einer spĂ€teren Schrift. „Der Einzelne gegen den Staat“ [1884], nimmt er diese Behauptung wieder auf und sagt ĂŒber das englische Parlament folgendes: „Die Gesetzgebung hat den Lauf genommen, den ich voraussagte. Diktatorische Maßnahmen, die sich rasch vervielfachten, haben das stĂ€ndige Bestreben, die persönliche Freiheit zu beschrĂ€nken, und zwar in zweifacher Weise: jedes Jahr wird eine immer grĂ¶ĂŸere Anzahl gesetzlicher Forderungen erlassen, die der frĂŒheren Handlungsfreiheit des BĂŒrgers BeschrĂ€nkung auferlegen und ihn zu Handlungen zwingen, die er frĂŒher nach Belieben begehen oder unterlassen konnte. Gleichzeitig haben immer drĂŒckendere Lasten, besonders örtliche Abgaben, von vornherein die Freiheit beschrĂ€nkt, indem sie den Teil seines Einkommens, den er nach Belieben ausgeben konnte, verminderten und den Teil vergrĂ¶ĂŸerten, der ihm weggenommen wurde, um je nach dem guten Willen der Beamten ausgegeben zu werden.“

Diese immer mehr zunehmende FreiheitsbeschrĂ€nkung zeigt sich in allen LĂ€ndern in einer besonderen Weise, auf die Spencer nicht hingewiesen hat: Die Schaffung jener unzĂ€hligen gesetzlichen Maßnahmen allgemein beschrĂ€nkender Art fĂŒhrt notwendig zur Erhöhung der Zahl, der Macht und des Einflusses der Beamten, die mit ihrer DurchfĂŒhrung beauftragt werden. Sie haben also alle Aussicht, die wahren Gebieter der KulturlĂ€nder zu werden. Ihre Macht ist umso grĂ¶ĂŸer, als nur die Beamtenkaste, als einzige, die unverantwortlich, unpersönlich und auf Lebenszeit angestellt ist, dem unaufhörlichen Machtwechsel entgeht. Nun gibt es aber keine Gewaltherrschaft, die hĂ€rter ist als diese, die in dieser dreifachen Gestalt auftritt. Die fortwĂ€hrende Schaffung von Gesetzen und BeschrĂ€nkungsmaßnahmen, die die unbedeutendsten LebensĂ€ußerungen mit byzantinischen Förmlichkeiten umgeben, hat das verhĂ€ngnisvolle Ergebnis, den Bereich, in dem sich der BĂŒrger frei bewegen kann, immer mehr einzuengen. Als Opfer des Irrtums, dass durch Vermehrung der Gesetze Freiheit und Gleichheit besser gesichert wĂŒrden, nehmen die Völker nur drĂŒckendere Fesseln auf sich. Sie nehmen sie nicht ungestraft auf sich. Gewohnt, jedes Joch zu tragen, kommen sie schließlich dahin, es aufzusuchen, und bĂŒĂŸen zuletzt alle UrsprĂŒnglichkeit und Kraft ein. Sie sind nur noch wesenlose Schatten, Automaten, willenlos, ohne Widerstand und Kraft. Wenn der Mensch in sich selbst die Spannkraft nicht mehr findet, muss er sie anderswo suchen. Mit der zunehmenden GleichgĂŒltigkeit und Ohnmacht der BĂŒrger muss die Bedeutung der Regierungen nur noch mehr wachsen. Sie mĂŒssen notgedrungen den Geist der Initiative, der Unternehmung und FĂŒhrung besitzen, den der BĂŒrger verloren hat. Sie haben alles zu unternehmen, zu leiten, zu schĂŒtzen. So wird der Staat zu einem allmĂ€chtigen Gott." [...]

1: Zitat: Gustave le Bon, Alfred Kröner Verlag Stuttgart, 1911, S149 f.

Der BRD BĂŒrger ist heute in rechtlicher Hinsicht auch dadurch in einer grundsĂ€tzlichen Weise gefĂ€hrdet, dass innerhalb der Gewaltenteilung der BRD ein grundlegender Mangel existiert. Folgende Originalzitate von der neuen Richtervereinigung der BRD machen diesen Sachverhalt und ihre Folgen deutlich:

[...]„Die neue Richtervereinigung versucht seit vielen Jahren das Problem einer untergrĂŒndig unselbstĂ€ndigen Judikative in Deutschland ins öffentliche Bewusstsein zu rĂŒcken - bislang vergeblich: Unter dem Postulat einer Dreiteilung der Staatsgewalten wĂŒrde ein Staatsaufbau zu erwarten sein, der die Gewalten organisatorisch im Wesentlichen trennt und deren Spitzen zwar mit unterschiedlichen Aufgaben, aber gleichrangig nebeneinander stehen. TatsĂ€chlich sind alle Gerichte mit Ausnahme des Bundesverfassungsgerichts, in organisatorischer Hinsicht nachgeordnete Behörden in einem Ressort der Exekutive. Dieser Umstand ist im öffentlichen Bewusstsein kaum prĂ€sent. Konkret bedeutet das, dass z. B. ein Oberlandesgericht eine nachgeordnete (Obere) Behörde im Ressort des Justizministeriums ist, dem wiederum die Landgerichte im Bezirk (als Mittelbehörden) nachgeordnet sind, denen wiederum die jeweiligen Amtsgerichte nachgeordnet sind (untere Behörden ).[...] „Im heutigen Staatsaufbau sind organisatorisch somit nicht drei SĂ€ulen, sondern lediglich zwei – mit den Gerichten als in die Exekutive inkorporierten Fremdkörpern der Judikative – zu unterscheiden.“[...]1

Die aktuelle politische Situation in der BRD macht deutlich, dass die Exekutive in Deutschland eine außerordentliche hohe MachtfĂŒlle auf sich vereint. In den letzten 20 Jahren ist der BĂŒrger daher durch eine FĂŒlle an neuen Gesetzen, Regulierungen und Verordnungen in eine zunehmende Machtlosigkeit geraten.

1 Quelle: Die Judikative - AbhÀngigkeiten einer Staatsgewalt die keine ist ?https://www.neuerichter.de/fileadmin/user_upload/bundesvorstand/pdfs/kannenberg_gwp4_2011_24.11.2011.p df Seite 5 Autor: Werner Kannenberg

 

Kapitel 4

Der natĂŒrliche dritte Weg

 

1. Die moderne Systemforschung und die heterarchische Demokratie

Ab Mitte des 20. Jahrhunderts kam es in der modernen Wissenschaft zu einer verstĂ€rkten BeschĂ€ftigung mit einer neuen wissenschaftlichen Disziplin, der sogenannten Systemforschung. Dabei wurden sowohl ganze Beziehungs-Netzwerke von ökologischen Nischen als auch die komplexe Selbstorganisation der höheren SĂ€ugetiere auf ihre inwendigen Betriebsverfassungen hin untersucht. FĂŒr ein sich dabei regelmĂ€ĂŸig zeigendes natĂŒrliches Selbstorganisationsmodell der relativen Art, wurde die Begriffsreihe der „autopoietischen, multistabilen und heterarchischen Mehrebenen-Organisation“ erschaffen.

Die natĂŒrliche Systemorganisation lĂ€sst sich durch drei Hauptmerkmale erfassen:

  1. Der sogenannten autopoietischen FĂ€higkeit, sich aus dem scheinbaren Nichts innerhalb gĂŒnstiger Umweltbedingungen spontan von selbst zu entzĂŒnden, eine systematische Selbstorganisation in die Ausbildung zu bringen und eine autarke Reproduktion zu entwickeln.
  2. An einem inneren Systemabgleich von EffektivitÀt und StabilitÀt (ElastizitÀt)
  3. An einer heterarchischen Mehrebenen-Organisation, die sich qualitativ dadurch von der hierarchischen Organisation unterscheidet, dass sich die einzelnen Organisations-Ebenen auf eine relativ autarke Weise organisieren.

Um den inneren Abgleich zwischen der SystemeffektivitĂ€t und der SystemstabilitĂ€t besser nachvollziehen zu können ist ein konkretes Beispiel hilfreich. Hat ein Mensch ein ganzes Netzwerk von Freunden, so kann er im Fall eines Angriffs von einem dieser Freunde auf andere Freunde fĂŒr eine UnterstĂŒtzung zurĂŒckgreifen. Dadurch ist er in der Lage, soziale Konflikte gut zu meistern. Je weniger symbiotische Beziehungen ein Mensch hat, desto stĂ€rker wirkt sich eine negative BeeintrĂ€chtigung von Außen auf ihn aus und desto niedriger ist seine StrapazierfĂ€higkeit bzw. seine ElastizitĂ€t.

Die Bedeutung der SystemelastizitĂ€t ist dem heutigen Menschen in der Regel nicht hinreichend bewusst, da der neoliberale Kapitalismus die EffektivitĂ€t aller kulturellen Systembildungen in einer einseitigen Weise ĂŒberbetont. Dadurch bleibt die soziale Systemvernetzung innerhalb der modernen Kultur durch das Diktat der Kosteneinsparung auf ein Minimum reduziert. Die Folge ist eine entsprechende InstabilitĂ€t der betroffenen wirtschaftlichen, politischen und sozialen Systeme und eine AnfĂ€lligkeit des Menschen fĂŒr psychische und soziale Störungen.

WĂŒrde sich ein Staat durch eine natĂŒrliche heterarchische Mehrebenen-Organisation organisieren, so wĂŒrde diese Organisation durch einen Aufbau von ĂŒbereinander geschichteten Organisationsebenen erfolgen, die sich jeweils auf eine relativ autarke Weise organisieren. Die BĂŒrger der heterarchischen Kultur wĂŒrden dabei die unterste Organisationsebene bilden. Im Gegensatz zur heutigen hierarchischen Kulturorganisation, fĂŒr die der Mensch alle vier Jahre eine oberste absolutistische FĂŒhrung wĂ€hlt, wĂŒrde der BĂŒrger einer heterarchischen Demokratie lediglich seine dörflichen und stĂ€dtischen Verwaltungsbeamten wĂ€hlen, so dass er mit allen Beamten auf eine direkte Weise in Verbindung bleibt.

Die kommunalen Verwaltungsbeamten wĂŒrden die zweite heterarchische Organisationsebene bilden und nicht nur die kommunalen Aufgaben auf eine relativ eigenstĂ€ndige Weise organisieren, sondern auch aus ihren Reihen die Kreisbeamten wĂ€hlt. Dadurch wird die 2. Organisationsebene zu einer Schnittstelle zwischen dem BĂŒrger und der Kreisverwaltung. Indem die Kreisbeamten der dritten und vierten Organisationsebene wiederum ihren Aufgabenbereich auf eine relativ autarke Weise organisieren und die Landesbeamten bzw. die Bundesbeamten wĂ€hlen, entsteht eine direkte bĂŒrokratische Legitimations- und Kommunikationslinie von Unten nach Oben. Dadurch bleiben alle Systemebenen jeweils mit der darunter liegenden Organisationsebene auf eine besondere Weise verbunden.

Der Vorteil einer heterarchischen Kulturorganisation liegt vor allem darin, dass eine diktatorische Kulturentwicklung weitestgehend ausgeschlossen werden kann. Indem die einzelnen Verwaltungsebenen ihre Legitimation jeweils von Unten erhalten, hat der BĂŒrger das erste und letzte Wort innerhalb der heterarchischen Kulturorganisation.

Die erhebliche Einflussnahme auf die Kulturgestaltung, die dem „einfachen“ BĂŒrger durch die heterarchische Selbstorganisation möglich wird, kann noch dadurch verstĂ€rkt werden, dass alle BĂŒrger an wichtigen politischen Entscheidungen auf der Bundesebene beteiligt werden. Die Einrichtung einer Internet-Plattform mit einem individuellen Wahlcode fĂŒr jeden BĂŒrger ist heute relativ zĂŒgig umsetzbar, so dass der moderne Mensch eine heterarchische Selbstorganisation zusĂ€tzlich darĂŒber bestĂ€rken kann, dass wichtige Entscheidungen auf der Bundesebene jeweils zu 1/3 von der aktuellen Regierung, zu 1/3 vom Bundestag und zu 1/3 durch eine direkte Wahlbeteiligung aller BĂŒrger getroffen werden.

4. Die globale Entschuldung und das heterarchische Finanzwesen (Teilauszug)

Wir sind heute mit einer globalen Geld-Priesterschaft konfrontiert, die im Namen der Ökonomie auf der ideologischen Basis einer universalen Schuldigkeit des Menschen eine „gottgegebene“ Geld-PfrĂŒnde und damit eine absolutistische Geldmacht aus dem Nichts heraus kultiviert (bunt bedrucktes Papier und Zahlen auf einem imaginĂ€ren Konto). FĂŒr das darĂŒber generierte Geld muss der „einfache“ Mensch jeweils eine aktive körperliche oder geistige Leistung erbringen, wobei er das Geld grundsĂ€tzlich benötigt, um seine Existenz innerhalb der modernen Kultur aufrechterhalten zu können.

Der Arbeiter und Angestellte investiert in die heutige Kultur-Megamaschine Tag fĂŒr Tag seine Lebenszeit und seine Lebensenergie, um ein Tauschmittel zu bekommen, mit dem er auf die Produkte und Dienstleistungen zugreifen kann, die von anderen Menschen auf die gleiche Weise generiert werden. Der Gelderzeuger profitiert dabei jeweils mittelbar oder unmittelbar an der Arbeitsleistung aller arbeitenden Menschen eines Volkes durch seine „gottgegebene“ GeldpfrĂŒnde.

Eine heterarchische Selbstorganisation ist fĂŒr den Menschen nur möglich, wenn das Geld ein Gemeinschaftsbesitz aller Menschen bzw. der jeweiligen Gesellschaft bleibt und nicht in private HĂ€nde „ausgelagert“ wird. Wie groß die Gefahr einer solchen Auslagerung der Geldmacht durch eine private GeldpfrĂŒnde werden kann, zeigt sich in der gegenwĂ€rtigen bodenlosen Selbstbereicherung einer privaten Finanzwirtschaft, die fĂŒr alle Gesellschaften ĂŒberaus destruktive Konsequenzen zeitigt.

Ein heterarchischer Staat oder eine heterarchische Staatengemeinschaft kann fĂŒr die Regulierung der jeweiligen Hauswirtschaft auch ein zinsloses staatliches Geld einsetzen, da die hauswirtschaftliche Binnenwirtschaft mit keinen höheren Investitionen und mit keinem großen Absatzrisiko verbunden ist. Die Ausgabe eines zinslosen staatlichen Tauschgeldes erfordert heute zudem keine Golddeckung mehr, da die staatliche Infrastruktur und der BĂŒrger als BĂŒrgschaft ausreichen, um eine WĂ€hrung abzusichern.

 

 Kapitel 5

Die ideologische Aufarbeitung der MilitÀrmaschine

 

2. Die schreckliche BlĂŒte des Militarismus im 19. und 20. Jahrhundert (Teilauszug)

Arno Gruen und Bruno Bettelheim haben jeweils darauf aufmerksam gemacht, welche VerĂ€nderungen in einem Menschen vorgehen, wenn er eine lĂ€ngere Zeit einer diktatorischen Herrschaft ausgesetzt ist. Wird fĂŒr den Menschen der Grad einer kulturbedingten UnterdrĂŒckung unertrĂ€glich, so entwickelt er mitunter ein ĂŒbernatĂŒrliches Gegenrezept, das von der Psychologie unter dem Begriff der „Identifikation mit dem Aggressor” zusammengefasst wurde.

Bei der Identifikation mit dem Aggressor handelt es sich um einen psychologischen Trick, der darauf basiert, dass der UnterdrĂŒcker und der UnterdrĂŒckte nicht die gleiche Person sein können. Indem sich der UnterdrĂŒckte mit dem Aggressor identifiziert, neutralisiert er nicht nur seine unertrĂ€gliche Situation, sondern sein gesamtes natĂŒrliches Ich mit allen persönlichen Gedanken und Emotionen. Eine solche unnatĂŒrliche Übersprungshandlung bedeutet fĂŒr den Betroffenen eine Organisationsfalle, da jeder anschließende Versuch zum natĂŒrlichen Ich zurĂŒckzukehren, eine starke Angst und ein GefĂŒhl der UnertrĂ€glichkeit hervorruft.

Eine Identifikation mit dem Aggressor ist daher als ein ĂŒbernatĂŒrliches und widernatĂŒrliches Ereignis zu erachten, das in jedem Fall ĂŒberaus destruktive Folgeerscheinungen zur Folge hat, auf welche Weise die Identifikation mit dem Aggressor auch immer erfolgt. Wie das 20. Jahrhundert gezeigt hat, können auch ganze Völker eine destruktive Identifikation mit dem Aggressor (Diktator) entwickeln, so dass sich ein sadistischer und tyrannischer GrĂ¶ĂŸenwahn auf ein ganzes Volk ĂŒbertragen kann.

Dort wo kein Selbst bzw. kein Ich und damit auch kein natĂŒrlicher Eigenwille mehr besteht, gibt es auch keine aufreibenden inneren Konflikte mehr. Ein Mensch, der aus einer inneren Not heraus eine Identifikation mit dem Aggressor vollzieht, erlebt ein willenloses, gefĂŒhlloses und damit auch empathieloses Leben als eine Erleichterung. Der Preis fĂŒr diese Erleichterung ist die Entstehung einer fortschrittlichen AutoritĂ€tshörigkeit, die schließlich alle KulturautoritĂ€ten einschließt.

 

Kapitel 8

Die gezielte RĂŒckkehr zu einem natĂŒrlichen Denken,

FĂŒhlen und Handeln

 

3. Die notwendige Renaissance der natĂŒrlichen Geschlechterbeziehung (Teilauszug)

Innerhalb der sumerischen Standeskultur waren den meisten sumerischen MĂ€nnern spĂ€testens mit der Ausbildung eines MilitĂ€rapparats und der Entstehung eines Gottkönigtums wesentliche Naturrechte verloren gegangen. Durch das religiöse Konzept der priesterlichen und königlichen Statthalterschaft der Götter auf Erden, wurde die Macht innerhalb der sumerischen Stadtstaaten in einer fortschrittlichen Weise zentralisiert und durch die BegrĂŒndung von absolutistischen Kulturinstitutionen organisiert. Vor allem die darĂŒber entstehende MilitĂ€rmaschine war dabei durch eine absolute Hierarchie und durch einen entsprechenden absoluten Gehorsam geprĂ€gt. Nach und nach hat dadurch der „kleine Mann“ seine natĂŒrlichen Rechte auf ein StĂŒck Land und auf eine freiheitliche Selbstorganisation eingebĂŒĂŸt, so dass er zu einem relativ ohnmĂ€chtigen Kulturdiener geworden ist.

Dadurch hat die Standeskultur dem „einfachen“ Mann nicht nur eine schwerwiegende individuelle, sondern auch eine starke psycho-sexuelle Verletzung verursacht, die aufgrund der Bedeutung der SexualitĂ€t fĂŒr den Menschen erhebliche Folgen nach sich gezogen hat. FĂŒr den Menschen ist die natĂŒrliche Familienbildung eine zentrale Lebensaufgabe, da ein Kind anders als alle Tiere eine stĂ€ndige körperliche, geistige und emotionale UnterstĂŒtzung durch seine Eltern benötigt, um seinen langen Reifeprozess erfolgreich abschließen zu können. Dementsprechend tief greift die sexuelle Organisation des Menschen in die Psyche des Menschen ein.

Sowohl die unterschiedliche körperliche Ausstattung als auch die unterschiedlichen natĂŒrlichen Neigungen und Interessen der MĂ€nner und Frauen, lassen sich dadurch in einer einfachen „bio-logischen“ Weise erklĂ€ren, dass sich die mĂ€nnliche Natur auf die Familienaußenpolitik und die weibliche Natur auf die Familieninnenpolitik ausgerichtet bzw. spezialisiert hat. Ein Mann der durch die absolutistische Standeskultur eine erhebliche EinschrĂ€nkung seiner natĂŒrlichen Familienaußenpolitik hinnehmen muss, erfĂ€hrt daher eine entsprechende psycho-sexuelle Verletzung, die in einer chronischen Weise am natĂŒrlichen Stolz und am natĂŒrlichen EhrgefĂŒhl des Mannes nagt. Das Gleiche gilt grundsĂ€tzlich auch fĂŒr die Frau.

Die Verletzung der individuellen und der sexuellen Natur des „einfachen“ Mannes durch die Standeskultur hatte zwangslĂ€ufig die Entstehung von ĂŒbernatĂŒrlichen Aggressionen in allen betroffenen MĂ€nnern zur Folge. Diese Aggressionen fanden vor allem durch die stĂ€ndigen Kriege der mesopotamischen Stadtstaaten um die Wasserrechte an den mesopotamischen FlĂŒssen ein Ventil. Dadurch ist in den Stadtstaaten mit der Zeit ein besonderer Kriegerkult und Körperkult entstanden, der die mĂ€nnliche Kampfkraft in einer ĂŒbernatĂŒrlichen Weise verherrlicht hat.

Die ĂŒbernatĂŒrliche Verherrlichung der mĂ€nnlichen KörperstĂ€rke hat dazu gefĂŒhrt, dass die Frauen der Kultur zunehmend als ein „schwaches Geschlecht“ abgewertet wurden. Die Folge war die Entstehung eines regelrechten mesopotamischen Patriarchats, das durch eine ĂŒbernatĂŒrliche GewalttĂ€tigkeit der MĂ€nner geprĂ€gt war, so dass die Frau zu einem regelrechten Untertan des Mannes geworden ist. Dies bedeutete fĂŒr die Frau notwendig ein unnatĂŒrliches Familienleben, das durch eine sado-masochistische Geschlechterbeziehung geprĂ€gt war.

In dem Buch Meilensteine der Weltgeschichte - Hochkulturen am Strom1, finden wir dazu den folgenden Hinweis: [
] „Ledigen wie verheirateten Frauen standen nach sumerischem Gesetz eine Reihe wichtiger Rechte zu. Sie konnten eigenen Besitz erwerben, selbst GeschĂ€fte tĂ€tigen und vor Gericht als Zeuge auftreten. In anderen Dingen behandelte man sie indes als BĂŒrger zweiter Klasse. So galt in der Familie die mĂ€nnliche Erbfolge, mit anderen Worten der Besitz ging vom Vater auf den Sohn ĂŒber. Und die Regeln des ehelichen Zusammenlebens scheinen ziemlich einseitig gewesen zu sein. Der Ehemann konnte nach Recht und Gesetz eine oder mehrere Nebenfrauen haben, seine Frau verstoßen, falls sie unfruchtbar blieb, und sie sogar fĂŒr einen Zeitraum von bis zu drei Jahren in die Sklaverei verkaufen, um seine Schulden zu bezahlen“ [
]

1 Zitat: Buch Meilensteine der Weltgeschichte Hochkulturen am Strom, Weltbildverlag 1999, S.26

Die 68er Revolution hat an den grundlegenden kulturbedingten individuellen und psycho-sexuellen Verletzungen des Mannes und der Frau nichts geĂ€ndert und das Elend der traditionellen Geschlechterbeziehung weiter vertieft. Es ist daher höchste Zeit, dass die Geschlechter die Ursachen fĂŒr den modernen Geschlechterkrieg nicht lĂ€nger in einer individuellen menschlichen Schuld suchen, sondern sich mit den kulturellen Ursachen fĂŒr den Krieg der Geschlechter auseinandersetzen. Erst dann können sich Mann und Frau wieder gegenseitig bei der Hand nehmen und gemeinsam eine Kulturgestaltung in Angriff nehmen, die der menschlichen Natur in einer ganzheitlichen Weise entspricht.

 

Zusammenfassung und Schluss (Teilauszug)

 

Durch eine kulturelle Gesamtbetrachtung wird deutlich, dass wir die Standeskultur seit ihrer Umsetzung als eine Agenda begreifen können, die aus dem natĂŒrlichen Menschen einen ĂŒbernatĂŒrlichen Kulturmenschen formt. Dabei verletzt die Standeskultur sowohl die kreative und freiheitliche individuelle, als auch die soziale und psycho-sexuelle Natur des Menschen und treibt den Menschen in eine destruktive Identifikation mit einem kĂŒnstlichen Kultur-WIR.

Diese gewaltsame kulturelle „Umerziehung“ des Menschen ist auch heute wirksam und vollzieht sich auf eine untergrĂŒndige Weise durch die erzwungenen kulturellen Anpassungen des Menschen an eine totalitĂ€re Staatskonstitution, an eine hierarchische Ökonomie, an ein absolutistisches MilitĂ€r und an eine ĂŒbernatĂŒrliche Kulturideologie. Dadurch hat der Mensch notwendig stĂ€ndig mit inneren und Ă€ußeren Konflikten zu kĂ€mpfen und bleibt auf Dauer ein ohnmĂ€chtiges „Kulturprodukt“.

Daher ist es wichtig, dass sich der Mensch intensiv mit der traditionellen Religion auseinandersetzt, die wir als das entscheidende Narrativ fĂŒr die Umwandlung des natĂŒrlichen Menschen in einen widernatĂŒrlichen Kulturdiener begreifen können. Mit einem schrecklichen tyrannischen Gott kann der Mensch notwendig nicht fertig werden. Mit einem schrecklichen Menschen, der fĂŒr seine „Interessen“ beĂ€ngstigende religiöse Götter und andere schreckliche Geschichten erfindet, kann der Mensch durchaus fertig werden.

Durch die Erfindung der Sklaverei und der Standeskultur hat der „Herrenmensch“ ein ĂŒbernatĂŒrliches religiöses Weltbild erschaffen, um den „einfachen“ Kulturmenschen auf eine absolutistische Weise beherrschen zu können. Dadurch ist das Universum fĂŒr den „einfachen“ Kulturmenschen zu einem Herrschaftsgebiet von willkĂŒrlich und tyrannisch agierenden Göttern geworden, so dass er ein entsprechendes untertĂ€niges Verhalten ausgebildet hat.

Mit dem besonderen religiösen Konzept der „Statthalterschaft Gottes auf Erden“ hat der Herrenmensch seine absolutistische Kulturherrschaft ideologisch immunisiert, so dass bis heute eine regelrechte liberal-parasitĂ€re, sado-masochistische und tyrannische Herrschaftsagenda innerhalb der Standeskultur obligatorisch geblieben ist. Notwendig hat sich dadurch die Standeskultur fĂŒr den einfachen Menschen mit der Zeit in ein „sicheres“ GefĂ€ngnis verwandelt.

Die ĂŒbernatĂŒrliche Gewaltanwendung, die der „Herrenmensch“ in den letzten 5000 Jahren kultiviert hat, wurde durch die Industrielle Revolution und durch die Erfindung der modernen Medien auf eine erhebliche Weise potenziert. Dadurch konzentriert sich die heutige Herrschaftsagenda vor allem auf eine ideologische und religiöse Medienpolitik, die psychologisch gut durchdacht ist und die durch die Erzeugung einer „öffentlichen Meinung“ und durch andere indirekt wirksam werdende Kulturinstrumente eine Herrschaft der „SachzwĂ€nge“ vollzieht.

Auf diese Weise haben sich die Medien bis heute in eine regelrechte Medien-Maschine verwandelt, die den Menschen immerzu ĂŒbernatĂŒrliche ideologische Flöhe ins Ohr setzt, um auf eine moderne Weise dafĂŒr zu sorgen, dass die Standeskultur auf jeden Fall aufrechterhalten bleibt.

Bis heute hat sich dadurch kein merklicher ideologischer oder emotionaler Widerstand gegen die Tatsache entwickelt, dass der grĂ¶ĂŸte Teil der globalen Macht und des globalen Vermögens in den HĂ€nden von wenigen Herrenmenschen liegt. Wir können daher von einem durch die Medien sanktionierten und immunisierten „Robber-Baron-Kultursyndrom“ sprechen, das sich bereits im frĂŒhen 20. Jahrhundert in Amerika entwickelt hat und das sich in den letzten 35 Jahren durch die Umsetzung einer neoliberalen Agenda auf die ganze Welt ausgedehnt hat.

Der Mensch hat daher heute vor allem ein Problem mit einem macht- und profitsĂŒchtig gewordenen Herrenmenschen, der alles dafĂŒr tut, um einen „Endsieg“ der traditionellen Standeskultur durch eine „schöne neue Weltordnung Ă  la 1984“ zu erreichen.

Der neoliberalen Agenda ist es in den letzten 10 Jahren gelungen, die menschliche Kultur in einer erheblichen Weise zu verĂ€ndern. Dabei hat sie das ideologische KunststĂŒck vollbracht, die Kosten und die Verantwortung fĂŒr eine fortschreitende globale Machtkonzentration auf den einfachen Menschen zu ĂŒbertragen. Dadurch hat sich eine neoliberale Handlungsnorm in der Kultur durchgesetzt, die sich durch das ideologische Rezept „ursĂ€chlich aber nicht verantwortlich“ vollzieht.

Diese neue neoliberale Politik hat sich nicht nur in der Datenschutzpolitik der letzten Jahre erfolgreich durchgesetzt und den Menschen immer mehr in eine „Data Resource“ verwandelt, sondern ist auch in der jĂŒngsten Corona-Politik zu einer Umsetzung gekommen. Das jeweilige Ergebnis dieser neoliberalen Rezeptur ist eine fortschrittliche „liberale“ Vereinnahmung des einfachen Menschen durch die gegenwĂ€rtige Standeskultur bzw. durch den heutigen Herrenmenschen.

Diese kulturelle Entwicklungstendenz wird dem Menschen notwendig immer mehr zu einer ernsthaften Gefahr, da sich der bis heute obligatorisch gewordene respektlose Umgang des Menschen mit den Tieren in der industriellen Massentierhaltung, langsam aber sich auf eine entsprechende neoliberale Massenmenschenhaltung ĂŒbertrĂ€gt. Die grĂ¶ĂŸte Gefahr, die dem Menschen in diesem Zusammenhang entstanden ist, ist die ideologische und juristische Beweislastumkehr, die in der Lage ist, die Legislative, die Judikative und die Exekutive gleichermaßen auf eine brisante Weise zu modifizieren.

Sobald die demokratische Norm, dass der AnklĂ€ger dem Angeklagten eine Schuld nachweisen muss, in ihr Gegenteil verkehrt wird, entsteht eine inquisitorische Rechtsprechung, durch die der Angeklagte dem AnklĂ€ger seine Unschuld beweisen muss. Eine derartige ideologische und juristische Modifikation bedeutet notwendig eine grenzenlose Herrschaft des „Herrenmenschen“, da eine „liberale“ Anschuldigung (Hexer, Nazi, Judenhasser, Covidiot, Klimaleugner, Verschwörungstheoretiker etc.) jederzeit durch neue bodenlose Anschuldigungen ersetzt oder ergĂ€nzt werden kann. Die ideologische oder juristische Beweislastumkehr fĂŒhrt die Beschuldigten daher ĂŒber kurz oder lang in eine psychische ZermĂŒrbung, die in der Regel mit einer „bedingungslosen“ Kapitulation endet.

Sobald der Mensch daher in einer hinreichenden Weise konfrontiert, in welch einem ideologischen und emotionalen Dilemma er heute steckt, kann er auch begreifen, dass er sich von dem 5000 Jahre alten Weltbild der „Herrenmenschen“ verabschieden muss. Erst dadurch kann der Mensch das ihm heute drohende „Schicksal“, innerhalb einer dystopischen Weltordnung zu enden, wieder auflösen, so dass der Weg zu einer heterarchischen Kulturgestaltung frei wird.

 

Buchdaten
 

Das Buch umfasst 244 Seiten, hat die ISBN Nr. 978-3-75434-165-0 und ist im Buchhandel und in allen Buch-Internetshops erhÀltlich.

 

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Nachwort

Das vorliegende Buch ist Teil einer Trilogie. Das Buch „Die Geschichte der kulturellen Fehlentwicklung - oder die Erfindung der Sklaverei und ihre Folgen“ thematisiert den fundamentalen Widerspruch zwischen den natĂŒrlichen Anlagen des Menschen fĂŒr eine freiheitliche und soziale Selbstorganisation und der Tatsache, dass der “Herrenmensch” den “einfachen” Menschen seit 5000 Jahren in einer regelrechten Weise entrechtet und ausbeutet. Das Buch erörtert die Entwicklung der Standeskultur von der frĂŒhen Antike bis in die Gegenwart und konzentriert sich ab dem frĂŒhen Mittelalter auf die deutsche Kulturgeschichte. Auf diese Weise erschließt sich dem Leser nach und nach ein VerstĂ€ndnis dafĂŒr, wie und warum es zu den kulturellen Schwierigkeiten gekommen ist, mit denen der heutige Mensch zu kĂ€mpfen hat.

Das Buch „Die Befreiung von der Standeskultur - durch den natĂŒrlichen dritten Weg“ erörtert den ideologischen und praktischen Weg, den der Mensch heute gehen kann, um seine kulturelle Fehlentwicklung zu korrigieren. Das Buch setzt sich eingehend mit den ideologischen, psychologischen und politischen HĂŒrden auseinander, die der Mensch dafĂŒr ĂŒberwinden muss.

Das Buch “German Angst - Ihre geschichtlichen Wurzeln und ihre ideologische Auflösung” beleuchtet eine der schwerwiegenden Folgen der kulturellen Fehlentwicklung: die Entstehung einer ĂŒbernatĂŒrlichen Angst im Menschen, die nicht nur die Seele, sondern auch den Verstand des Menschen lĂ€hmt. Sobald die Ursachen dieser Angst erkannt und in einer hinreichenden Weise verarbeitet worden sind, kann die ĂŒbernatĂŒrliche menschliche Angst durch ein entsprechendes Denken und Handeln gezielt reduziert bzw. aufgelöst werden.

Eine zusĂ€tzliche Abhandlung ĂŒber die gegenwĂ€rtige kulturelle Gemengelage, ĂŒber die Bedrohungen, die dem Menschen daraus entstehen und ĂŒber die Voraussetzungen fĂŒr die Abwendung dieser Bedrohungen, finden Sie auf der Internetseite: www.2035-der-Mensch-schafft-sich-ab.de