Home
Impressum

Einleitung

 

Die heutige Kultursituation ist die Blüte einer widernatürlichen menschlichen Selbstorganisation, die bereits vor 5000 Jahren in Mesopotamien durch die Erfindung einer Herren-Diener-Sklaven-Standeskultur ihren Anfang genommen hat. Seit der Industriellen Revolution vereinnahmt diese Standeskultur die Natur der Erde durch eine immer komplexer werdende Kulturmaschinerie und verursacht allen Lebewesen, den Menschen eingeschlossen eine zunehmende Überlastung. Es ist heute absehbar, dass durch diese Kulturorganisation mehrere natürliche Kreislaufsysteme in den kommenden 20 Jahren kippen, so dass die innere Ordnung dieser Kreislaufsysteme wie bei einem umgekippten Weiher für eine längere Zeit aus den Fugen gerät. Will der heutige Mensch daher zukunftsfähig bleiben, so ist es unabdingbar geworden, dass sich der Einzelne mit seiner Kulturorganisation in einer intensiveren Weise auseinandersetzt.


InhaltsĂĽbersicht

Vorwort

Einleitung

Kapitel 1

Grundlegende kulturelle Ăśberlegungen

  1. Die natĂĽrliche Aufgabe der Ă–konomie
  2. Die heutige Staatskonstitution und ihre Gefahren
  3. Das natĂĽrliche politische Gleichgewicht und das menschliche Streben nach Sicherheit und Freiheit

Kapitel 2

Der Kapitalismus

  1. Das Geld, das Eigentum und das kapitalistische Kreditsystem
  2. Die Entwicklungsgeschichte des liberalen Kapitalismus
  3. Der neoliberale Putsch und seine globalen Auswirkungen

Kapitel 3

Der Kommunismus

  1. Das Kommunistische Manifest
  2. Die kritischen Passagen im Kommunistischen Manifest 
  3. Das Kommunistische Manifest aus der Sicht der modernen Sozialwissenschaften
  4. Die relativen Ansätze der kommunistischen Theorie

Kapitel 4 

Der natĂĽrliche dritte Weg

  1. Die moderne Systemforschung und die heterarchische Demokratie
  2. Die Verwirklichung einer heterarchischen Ă–konomie
  3. Die globale heterarchische Kulturorganisation
  4. Die globale Entschuldung und das heterarchische Finanzwesen
  5. Die notwendige Entlastung der Natur
  6. Weitere wichtige politische und ökonomische Zielsetzungen einer heterarchischen Kulturgestaltung
  7. Zusammenfassung

Kapitel 5

Die notwendige Befreiung von der Militärmaschine

  1. Die natĂĽrliche Selbstverteidigung und der absolutistische Militarismus
  2. Die schreckliche BlĂĽte des Militarismus im 19. und 20. Jahrhundert

Kapitel 6

Die gefährliche hedonistische Unterhaltungsmaschinerie

  1. Das menschliche Gehirn
  2. Die Gefahren einer gezielten medialen Beeinflussung 
  3. Die Macht der Propaganda
  4. Das Fernsehen und seine Wirkungen
  5. Die modernen Suchtentwicklungen und ihre Auflösung
  6. Die bewusste Ablehnung der professionellen Medienmanipulation
  7. Die absolutistische mediale Polarisierung und die “Sehn-Sucht”

Kapitel 7

Die Aufarbeitung der gegenwärtigen kulturellen Bildungsmaschine

  1. Die Erfindung der Kindheit und ihre Folgen
  2. Die Korrektur der „pädagogischen“ Belohnung und Bestrafung
  3. Der moderne Rassismus der Intelligenz
  4. Die Rolle der Wissenschaft in der modernen Kultur

Kapitel 8

               Die gezielte RĂĽckkehr zu einem natĂĽrlichen                  Denken, FĂĽhlen und Handeln

  1. Der krankhafte menschliche Selbsthass
  2. Die psychologischen Fehlentwicklungen innerhalb der Standeskultur und ihre gezielte Auflösung
  3. Die notwendige Renaissance der Geschlechterbeziehung
  4. Die bewusste Verhinderung der allergischen Reaktion
  5. Die notwendige Relativierung der absolutistischen Religion
  6. Das natĂĽrliche metaphysische Weltbild

Anhang

Quellenangaben und weiteres Hintergrundwissen zu den jeweiligen Themen durch eine Liste von Abhandlungen und YouTube Filmdokumentationen aus dem Internet
 


BuchauszĂĽge

 

Kapitel 1

Grundlegende Ăśberlegungen

 

2. Die heutige Staatskonstitution und ihre Gefahren (Teilauszug)

Innerhalb der heutigen Standeskultur hat sich zwischen einem verabsolutierten Staatswesen und den Staatsbürgern eine diktatorische Beziehungskonstitution durchgesetzt. Der Staat kann sich vor allem dadurch in einer absoluten Weise durchsetzen, dass die Exekutive der Beamtenschaft, die den modernen Kulturalltag reguliert, nicht vom Bürger gewählt wird. Da eine solche Exekutive notwendig der Verwirklichung einer realen Demokratie entgegensteht, bleibt der heutige Kulturbürger innerhalb der heutigen Standeskultur relativ machtlos. Diese systemimmanente Machtlosigkeit wird heute zusätzlich durch 3 ideologische Grundpfeiler der Staatskonstitution verstärkt:

1. Die Steuern des Staates werden durch eine sogenannte "nonaffektative" Steuererhebungsgrundlage eingezogen, die vor allem bedeutet, dass der BĂĽrger fĂĽr seine Steuerleistungen keine konkrete staatliche Gegenleistung erwarten darf. Damit hat die Exekutive freie Hand fĂĽr die Verwendung des Steueraufkommens und kann die Steuergelder auch zu einer besseren Beherrschung der BĂĽrger einsetzen.

2. Das staatliche Gewaltmonopol erzeugt eine absolute politische Hoheit innerhalb der Kultur, so dass der Staat einen etwaigen Widerstand der Bürger gegen den Staat durch eine Polizei- und Militärgewalt so gering halten kann, dass für die beständige Aufrechterhaltung der absolutistischen Staatsmacht keine Gefahr besteht.

3. Die innerhalb der modernen Staaten angewandte Rechtsprechungs-Grundlage "positives Recht vor natürlichem Recht“ ist im Römischen Reich entstanden, um die zahlreichen Sklaven in die täglichen Rechtsgeschäfte einbinden zu können. Daher ist das „positive“ Recht als ein willkürlich verfügtes Recht zu verstehen, durch das der Staat jederzeit die natürlichen Menschenrechte überlagern und rechtsgültige Gesetze erlassen kann, die sich gegen die Natur des Menschen richten.

Eine „positive“ Rechtsprechung kann sich daher auch wie eine Fahne nach dem jeweiligen politischen Wind in der Gesellschaft ausrichten, so dass das, was heute Recht ist, morgen bereits zu einem Unrecht werden kann.

Die Gefahren der „positiven“ Rechtsprechung wurden vor allem durch die Nürnberger Judengesetze des dritten Reiches offenkundig, so dass man nach dem 2. Weltkrieg damit begann, eine Lösung für die politische Anfälligkeit der „positiven“ Rechtspraxis zu suchen. Die scheinbare Lösung einer Anwendung der sogenannten „Radbruchschen Formel“ von Gustav Radbruch (1878 - 1949) hat jedoch die Achillesverse der traditionellen Rechtsprechung nicht aufgehoben, da die Formel vorsieht, dass sich der Mensch auf jeden Fall an das positive Recht halten muss, dass aber der Richter dazu angehalten ist, das positive Recht auszusetzen, sobald ein positives Gesetz eine unerträgliche Ungerechtigkeit generiert oder aber den natürlichen Menschenrechten in einer diametralen Weise widerspricht.

Diese zweifelhafte Ehrenrettung des „positiven Rechts“ hängt von einer starken Persönlichkeit des rechtsprechenden Richters ab und unterliegt keiner klaren gesetzlichen Regelung. Dadurch greift die Empfehlung der Radbruchschen Formel in der Rechtspraxis notwendig zu kurz bzw. wird nur unter günstigen Umständen wirksam. Einen wirksamen Schutz vor einer tyrannisch werdenden kulturellen Rechtsprechung kann der Mensch daher nur dann erreichen, wenn er die traditionelle kulturelle Rechtsprechungs-Grundlage „positives Recht vor natürlichem Recht“ in die Rechtsprechungs-Grundlage „natürliches Recht vor positivem Recht“ verkehrt, so dass die Einhaltung der natürlichen Menschenrechte in der Kulturorganisation verankert werden kann.

Eine Staatskonstitution benötigt im Grunde nicht mehr als eine „nonaffektative“ Steuererhebung, ein absolutistisches Gewaltmonopol und eine „positive“ Rechtsprechung, um ein ganzes Volk dauerhaft mit Hilfe eines bürokratischen Staatsapparates auf eine diktatorische Weise binden und beherrschen zu können.

Die Situation der heutigen BRD Bürger verschärft sich zusätzlich dadurch, dass innerhalb der Gewaltenteilung der BRD ein grundlegender Mangel existiert. Folgende Originalzitate von der neuen Richtervereinigung der BRD machen diesen Sachverhalt und ihre Folgen deutlich: [...]„Die neue Richtervereinigung versucht seit vielen Jahren das Problem einer untergründig unselbständigen Judikative in Deutschland ins öffentliche Bewusstsein zu rücken - bislang vergeblich: Unter dem Postulat einer Dreiteilung der Staatsgewalten würde ein Staatsaufbau zu erwarten sein, der die Gewalten organisatorisch im Wesentlichen trennt und deren Spitzen zwar mit unterschiedlichen Aufgaben, aber gleichrangig nebeneinander stehen. Tatsächlich sind alle Gerichte mit Ausnahme des Bundesverfassungsgerichts, in organisatorischer Hinsicht nachgeordnete Behörden in einem Ressort der Exekutive. Dieser Umstand ist im öffentlichen Bewusstsein kaum präsent. Konkret bedeutet das, dass z. B. ein Oberlandesgericht eine nachgeordnete (Obere) Behörde im Ressort des Justizministeriums ist, dem wiederum die Landgerichte im Bezirk (als Mittelbehörden) nachgeordnet sind, denen wiederum die jeweiligen Amtsgerichte nachgeordnet sind (untere Behörden ).[...] „Im heutigen Staatsaufbau sind organisatorisch somit nicht drei Säulen, sondern lediglich zwei – mit den Gerichten als in die Exekutive inkorporierten Fremdkörpern der Judikative – zu unterscheiden.“[...]1Diese politische Situation der BRD macht deutlich, dass die Exekutive in Deutschland eine außerordentliche hohe Machtfülle auf sich vereint.

1 Quelle: Die Judikative - Abhängigkeiten einer Staatsgewalt die keine ist ?https://www.neuerichter.de/fileadmin/user_upload/bundesvorstand/pdfs/kannenbe rg_gwp4_2011_24.11.2011.pdf Seite 5 Autor: Werner Kannenberg

 

Kapitel 4

Der natĂĽrliche dritte Weg

 

1. Die moderne Systemforschung und die heterarchische Demokratie (Teilauszug)

Ab Mitte des 20. Jahrhunderts kam es in der modernen Wissenschaft zu einer verstärkten Beschäftigung mit einer neuen wissenschaftlichen Disziplin, der sogenannten Systemforschung. Dabei wurden sowohl ganze Beziehungs-Netzwerke von ökologischen Nischen als auch die komplexe Selbstorganisation der höheren Säugetiere auf ihre inwendigen Betriebsverfassungen hin untersucht. Für ein sich dabei regelmäßig zeigendes natürliches Selbstorganisationsmodell der relativen Art, wurde die Begriffsreihe der „autopoietischen, multistabilen und heterarchischen Mehrebenen-Organisation“ erschaffen.

Die natürliche Systemorganisation lässt sich durch drei Hauptmerkmale erfassen:

1. Der sogenannten autopoietischen Fähigkeit, sich aus dem scheinbaren Nichts innerhalb günstiger Umweltbedingungen spontan von selbst zu entzünden, eine systematische Selbstorganisation in die Ausbildung zu bringen und eine autarke Reproduktion zu entwickeln.

2. An einem inneren Systemabgleich von Effektivität und Stabilität (Elastizität)

3. An einer heterarchischen Mehrebenen-Organisation, die sich qualitativ dadurch von der hierarchischen Organisation unterscheidet, dass sich die einzelnen Organisations-Ebenen auf eine relativ autarke Weise organisieren.

Um den inneren Abgleich zwischen der Systemeffektivität und der Systemstabilität besser nachvollziehen zu können ist ein konkretes Beispiel hilfreich. Hat ein Mensch ein ganzes Netzwerk von Freunden, so kann er im Fall eines Angriffs von einem dieser Freunde auf andere Freunde für eine Unterstützung zurückgreifen. Dadurch ist er in der Lage, soziale Konflikte gut zu meistern. Je weniger symbiotische Beziehungen ein Mensch hat, desto stärker wirkt sich eine negative Beeinträchtigung von Außen auf ihn aus und desto niedriger ist seine Strapazierfähigkeit bzw. seine Elastizität.

Die Bedeutung der Systemelastizität ist dem heutigen Menschen in der Regel nicht hinreichend bewusst, da der neoliberale Kapitalismus die Effektivität aller kulturellen Systembildungen in einer einseitigen Weise überbetont. Dadurch bleibt die soziale Systemvernetzung innerhalb der modernen Kultur durch das Diktat der Kosteneinsparung auf ein Minimum reduziert. Die Folge ist eine entsprechende Instabilität der betroffenen wirtschaftlichen, politischen und sozialen Systeme und eine Anfälligkeit des Menschen für psychische und soziale Störungen.

Ein Volk, das sich durch eine heterarchische Mehrebenen-Organisation verwaltet, konstituiert verschiedene Organisationsebenen, die sich jeweils auf eine relativ autarke Weise organisieren. Die Bürger bilden dabei die unterste Organisationsebene. Im Gegensatz zur heutigen hierarchischen Kulturorganisation, für die der Mensch alle vier Jahre zur Wahl geht, wählt der Bürger einer heterarchischen Demokratie lediglich seine dörflichen und städtischen Verwaltungsbeamten, so dass er mit diesen Beamten auf eine direkte Weise in Verbindung bleibt.

Die kommunalen Verwaltungsbeamten bilden die zweite heterarchische Organisationsebene und nehmen nicht nur ihre kommunalen Aufgaben auf eine relativ eigenständige wahr, sondern wählen auch aus ihren Reihen die Kreisbeamten. Dadurch wird die 2. Organisationsebene zu einer wichtigen Schnittstelle zwischen dem Bürger und der Kreisverwaltung. Indem die Kreisbeamten die Landesbeamten und die Landesbeamten schließlich die Bundesbeamten wählen, entsteht eine direkte bürokratische Legitimations- und Kommunikationslinie von Unten nach Oben. Dadurch bleiben alle Systemebenen jeweils mit der darunter liegenden Organisationsebene auf eine besondere Weise verbunden.

Der Vorteil einer heterarchischen Kulturorganisation liegt vor allem darin, dass eine diktatorische Kulturentwicklung weitestgehend ausgeschlossen werden kann. Indem die einzelnen Verwaltungsebenen ihre Legitimation jeweils von Unten erhalten, hat der BĂĽrger das erste und letzte Wort innerhalb der heterarchischen Kulturorganisation.

 

Kapitel 6

Die gefährliche hedonistische Unterhaltungsmaschinerie

 

2. Das Fernsehen und seine Wirkungen (Teilauszug)

In dem Buch "Über das Fernsehen" von Pierre Bourdieu finden wir eine interessante Zusammenfassung über die Wirkung von Nachrichtensendungen auf den Zuschauer:1[…] „[Die Nachrichtensendungen reduzieren sich oft (Erg. d. Verf.)] auf eine ungereimte Abfolge von Ereignissen, die nichts miteinander zu tun haben und bloß von den Zufällen chronologischer Koinzidenz zusammen-gebracht werden, ein Erdbeben in der Türkei und die Vorstellung von Kürzungen im Staatshaushalt, ein Sieg im Sport und ein Sensationsprozeß, und die man dadurch vollends ad absurdum führt, daß man sie auf das herunterbringt, was sie augenblicklich, aktuell vorstellen, und sie von ihrer ganzen Vorgeschichte wie von ihren Konsequenzen abschneidet."[...]

[…] „Dieser enthistorisierte und enthistorisierende, atomisierte und atomisierende Blick findet seinen paradigmatischen Ausdruck in dem Bild, das die Fernsehnachrichten von der Welt geben: eine Abfolge scheinbar absurder Geschichten, die sich schließlich alle ähneln, ununterbrochene Aufmärsche dem Elend anheim gegebener Völker, eine Reihenfolge von Ereignissen, die unerklärt aufgetaucht, ungelöst verschwinden werden, heute der Kongo, gestern Biafra, morgen der Sudan, und die, jeder politischen Zwangsläufigkeit enthoben, allenfalls ein vages humanitäres Interesse auszulösen vermögen.“[...]

[…] „Die Opfer sind, kaum anders als von Zugentgleisungen und anderen Unfällen Betroffene, nicht geeignet, politische Solidarität oder Empörung hervorzurufen. Somit liegt es durchaus in der Logik des journalistischen Feldes, namentlich durch die besondere Form, [...] eine Vorstellung von der Welt zu produzieren, in der Geschichte als absurde Serie von unverständlichen und unbeeinflussbaren Desastern erscheint. Diese von ethnischen Kriegen und rassistischem Haß, von Gewalt und Verbrechen überfüllte Welt ist derart unbegreiflich und angsteinflößend, daß man sich vor ihr nur zurückziehen und in Sicherheit bringen kann." [...] „Es werden xenophobe Ängste geschürt, ganz wie der trügerische Eindruck, Verbrechen und Gewalt nähmen ständig zu, die Beklemmungen und Phobien bestärkt, von denen sich das Sicherheitsdenken nährt. Das Gefühl, die Welt, wie das Fernsehen sie zeigt, biete dem gewöhnlichen Sterblichen keine Handhabe, verbindet sich mit dem Eindruck, daß das politische Spiel ähnlich wie der Hochleistungssport mit seiner scharfen Trennung zwischen Praktizierenden und Zuschauern eine Sache für Profis ist."[...]

1 Buch: "Ăśber das Fernsehen" von Pierre Bourdieu, Edition Suhrkamp, 1998, S136 ff.

 

Kapitel 8

Die gezielte RĂĽckkehr zu einem natĂĽrlichen Denken, FĂĽhlen und Handeln

 

6. Das natĂĽrliche metaphysische Weltbild

Die moderne Metaphysik ermöglicht dem Menschen ein besseres Verständnis der universalen Wirklichkeit, wobei die Wissensgebiete der Relativitätstheorie, der Systemtheorie und der Informatik besonders interessant sind. Der Begriff der Relativität ist bis heute von vielen Menschen nicht hinreichend verarbeitet worden, da er oft mit dem Begriff der Gleichgültigkeit oder der Beliebigkeit gleichgesetzt wird. Die Erfahrung lehrt uns jedoch, dass sich der Mensch auch in einem relativen Universum auf die physikalischen Gesetze des Universums verlassen kann, was vor allem anhand der vielen Elektrogeräte deutlich wird, die der moderne Mensch nutzt. Ein relatives Universum ist daher kein gleichgültiges oder willkürliches Universum, sondern ein dynamisches Universum, das sich durch die Generierung von relativen, sich gegenseitig ausgleichenden Polaritäten von + und -, von Ordnung (Sicherheit) und Chaos (Freiheit) etc. auszeichnet und in dem es nichts Absolutes, Perfektes und Unbedingtes gibt. Das Leben ist vielmehr in einem ewigen Wandel inbegriffen, so dass, wie es Heraklit ausdrückt, der Mensch nicht zwei mal in denselben Fluss steigen kann.

Die spontane Entstehung von Leben aus einer dafür günstigen „Ursuppe“ heraus, hat dem modernen Menschen deutlich gemacht, dass sich Leben durch einen sogenannten autopoietischen Prozess generiert, der für das Verständnis der natürlichen Entwicklung von lebendigen Systemen wichtig ist. Der autopoietische Prozess beinhaltet sowohl eine spontane biologische Systembildung aus einer günstigen Gesamtsituation heraus, als auch eine darüber hinaus gehende logistische Organisation einer regulären Fortpflanzung. Diese besondere Fähigkeit des Lebens, sich unter günstigen Bedingungen von selbst zu entzünden und nachhaltig zu organisieren, unterscheidet alle lebendigen Systeme von allen technischen Systemen. Technische Systeme bleiben stets von einer fremden Instanz abhängig, die alle notwendigen Parameter für die Grundstruktur, für den Weg und für das Ziel der jeweils zu vollziehenden Systemprozesse vorgibt.

Ein System organisiert sich durch eine innere kommunikative Vernetzung und durch den Austausch wichtiger Informationen, um eine ganzheitliche innere Abstimmung für eine erfolgreiche Selbstorganisation zu erreichen. Daher ist es für ein besseres Verständnis sowohl der lebenden als auch der technischen Systeme vorteilhaft, sich mit der Information als der dritten universalen Instanz neben der Materie und der Energie auseinander zu setzten. Die Bedeutung, welche die Information für das menschliche Leben hat, wird vor allem dadurch deutlich, dass 1 Gramm menschlicher DNA die Speicherkapazität von 700 Terabyte aufweist. Die menschliche Selbstorganisation arbeitet daher wie auch alle anderen lebendigen Systeme auf der Erde mit einer nahezu unvorstellbar hohen Informationsdichte auf kleinsten Raum.

Wie wir heute wissen, dehnt sich das Universum nachweislich aus, so dass das Universum mit einer Zelle verglichen werden kann, die innerhalb eines unendlichen Raumes immer weiter wächst. Diese Zelle "Universum" weist in sich bestimmte Gesetzmäßigkeiten auf, so dass wir anhand des aktuellen wissenschaftlichen Weltbildes das Universum als ein Lebewesen erachten können, das in seinem Inneren ein polares Spannungsfeld der dynamischen Art generiert und darüber ständig neue lebendige Beziehungen und Wechselwirkungen erzeugt. So kann sich Leben unter günstigen Umständen von selbst entzünden, sich auf eine freie, kreative und flexible Weise entwickeln und eine individuelle Ordnung aufbauen.

Dies gilt für alle natürlichen Lebensgemeinschaften und für alle natürlichen Nischenbildungen auf der Erde, für die Organisation eines Sonnensystems und für die Organisation der Galaxien. Wir können das Universum daher als ein relativ einheitlich sich organisierendes lebendiges Wesen erachten, das durch eine heterarchisch sich gliedernde Mehrebenen-Organisation vom Einzeller bis zu den Grenzen des Universums eine Wirklichkeit generiert, durch die jedes Lebewesen des Universums zu jeder Zeit und an jedem Ort Teil einer ganzen lebendigen Wesenheit bleibt.


Buchdaten
 

Taschenbuch

 

Die zweite Auflage des Buches (04.03.2022) umfasst 234 Seiten, hat die neue ISBN Nr. 978-3-75438-557-9 und ist für 18,-- Euro im Buchhandel und in vielen Internet-Buch-Shops erhältlich.

Sie erhalten das Buch mit einem kostenfreien europaweiten Versand innerhalb von 3 bis 6 Tagen durch den folgenden Buchshop:

https://www.bod.de/buchshop/die-befreiung-von-der-standeskultur-wolfgang-hauke -9783754385579

  Sie erhalten das Buch auch bei vielen groĂźen Händlern wie Thalia, Hugendubel und Amazon innerhalb von 3 bis 5 Tagen.

Als einer Alternative dazu gibt es die Autorenwelt, eine Gesellschaft im Verantwortungseigentum, die sich dem Autorenwohl verpflichtet hat. So erhalten die Autoren unter anderem eine Sonder-AusschĂĽttung fĂĽr alle dort bestellten BĂĽcher. Auch die Autorenwelt liefert das Buch in 3 bis 5 Tagen. Sie finden das Buch unter der folgenden Internetadresse

https://shop.autorenwelt.de/products/die-befreiung-von-der-standeskultur-von-wolf gang-hauke?variant=39869528211549

 

E-Book

Das E-Book hat die ISBN Nr. 978-3-98646-015-0 und ist für 9,99 Euro in zahlreichen Buch Shops erhältlich

Sie erhalten das E-Book darĂĽber hinaus sowohl als E-Pub als auch in Form einer PDF Datei unter der folgenden Internetadresse

https://www.xinxii.de/wirtschaft-politik-574/gesellschaft-698/die-befreiung-von-der- standeskultur-511249

 

 Nachwort

Ohne ein geschichtliches Bewusstsein bleibt der Mensch ein relativ ohnmächtiges gesellschaftliches Wesen, da er die kulturelle Gegenwart nicht in einer ausreichenden Weise deuten kann. Dadurch bleibt er jeweils den Menschen in einer relativen Weise ausgeliefert, die eine geschichtliche Perspektive und ein Bewusstsein für die konkreten Hebelmechanismen der kulturellen Gestaltung besitzen.

Wie wichtig eine ausreichende Kenntnis der Geschichte ist, erweist sich heute durch die gefährlich gewordene natürliche germanische Naivität, die auf eine äußerst tragische Weise zur Wirkung kommt. Tacitus, ein römischer Geschichtsschreiber, beschreibt die Germanen als sehr gesellige und gastfreundliche Völker, die einfache demokratische Ratsversammlungen in der Natur abhalten und die Natur im Allgemeinen so lieben, dass sie dort auch ihre religiösen Riten abhalten. Daher konnten die Germanen mit so großen Städten wie Rom ursprünglich auch nichts anfangen. Die spontane und stets arglose Naivität der Germanen zeigt sich bis heute vor allem in Bezug auf die Mentalität der Römer als gefährlich, da sich die Römer stets auf eine absolutistische und damit widernatürliche Weise organisiert haben. Bis heute ist das Kennzeichen der Römer ein absolutistisches Militär, eine verängstigende Machtideologie und eine zentralisierte Kultur geblieben. Diese Organisation haben die Römer vor allem von den Mesopotamiern, Ägyptern und Griechen übernommen. Der Unterschied zwischen der römischen und der germanischen Selbstorganisation zeigte sich vor allem in der militärischen Organisation sehr deutlich, da es bei den Germanen nur einfache, auf Gegenseitigkeit gemünzte militärische Gefolgschaften gab, so dass die Teilnahme an einem Krieg für den Germanen stets eine persönliche Entscheidung war. Im Gegensatz dazu war die römische Militärorganisation von einem Ich-losen absolutistischen Gehorsam geprägt, wie wir ihn noch heute als Standard in den meisten Kulturen finden.

Die naturverbundene germanische Naivität wurde von Karl dem Großen mit der Zwangskatholisierung der Germanen erstmals schwerwiegend verletzt und verzerrt. Wie naiv die Germanen von Beginn an in Bezug auf diese zwanghafte Katholisierung waren, wurde dadurch deutlich, dass die Kirchen in ganz Europa wie Pilze aus dem Boden sprossen. Nahezu jeder städtische Verbund wollte eine eigene Kirche haben. Bis heute hat der Germane keine rechte Vorstellung davon, worauf er sich da eingelassen hat, da ihm nicht wirklich klar geworden ist, dass die römische Kultur eine unnatürliche und unmenschliche Kultur war und ist, dessen wesentliches Ziel in der absoluten Beherrschung allen Lebens lag und liegt - und koste es auch das Leben selbst. Diese fanatische, militärisch untermauerte Unzurechnungsfähigkeit wird den heutigen Menschen langsam aber sicher zu einer tragischen, weil völlig sinnlosen Lebensgefahr, da der römische Wille heute mehr denn je einen unbeugsamen Machtwillen „kultiviert“. Die entsprechende Konsequenz besteht für alle Menschen darin, dass dieser absolutistische Machtwille sowohl die Natur der Erde als auch den Menschen in einer immer bodenloser werdenden Weise überlastet und vergiftet.

Die natürliche germanische Nativität, die nach wie vor bei den deutschen Völkern sehr deutlich ausgeprägt ist, wird allen Betroffenen notwendig mehr und mehr zu einer tödlichen Achillesferse, da sie die Erkenntnis verhindert, dass das römische Wesen einen widernatürlichen Geist in sich birgt, in dem keine Vernunft und keine Empathie existiert, da dieser Geist vor allem einen absolutistischen Machtwillen transportiert. Erst wenn die „Germanen“ diesen krankhaften Geist als einen grundsätzlich wider die Natur gerichteten Geist erkennen, hat der heutige Mensch eine Chance auf eine Zukunft.

Das vorliegende Buch ist Teil einer Buch-Trilogie, die in den letzten 20 Jahren entstanden ist. Diese Trilogie setzt sich in einer eingehenden Weise mit der kulturellen Vergangenheit, mit den Problemstellungen der gegenwärtigen Kultursituation und mit den Möglichkeiten einer naturgemäßen kulturellen Gestaltung für die Zukunft auseinander:

1. Teil: Das Buch „Die Geschichte der kulturellen Fehlentwicklung – oder die Erfindung der Sklaverei und ihre Folgen“ beleuchtet die Vergangenheit der menschlichen Evolutionsgeschichte. Das Buch thematisiert den fundamentalen Widerspruch zwischen den natürlichen Anlagen des Menschen für eine freiheitliche und soziale Gemeinschaftsorganisation und der Tatsache, dass der „Herrenmensch” den „einfachen" Menschen seit der Erfindung der Sklaverei und der Standeskultur vor ca. 5000 Jahren in einer regelrechten Weise entrechtet und ausbeutet.

Zudem erörtert das Buch die Entwicklung der Standeskultur von der frühen Antike bis in die Gegenwart und konzentriert sich ab dem frühen Mittelalter auf die deutsche Kulturgeschichte. Auf diese Weise erschließt sich dem Leser nach und nach ein Verständnis dafür, wie und warum es zu den kulturellen Schwierigkeiten gekommen ist, mit denen der Mensch heute zu kämpfen hat.

Einige AuszĂĽge des Buches finden Sie auf der Internetseite: www.die-geschichte-der-kulturellen-fehlentwicklung.de

2. Teil: Das Buch „2035 – Der Mensch schafft die Menschlichkeit ab – Eine berechtigte Warnung“ analysiert die gegenwärtige globale Kultursituation in einer ungeschminkten Weise und führt die immer mehr aus dem Ruder laufenden Kulturentwicklungen auf ihre jeweiligen Ursachen zurück. Dadurch kommt das Buch zu dem Schluss, dass die vor 5000 Jahren durch die Erfindung der Sklaverei entstandene Standeskultur beendet werden muss, da sie die zwischenmenschlichen Beziehungen auf eine grundsätzliche Weise vergiftet. Diese Vergiftung hat sich seit der Industrialisierung derart potenziert, dass der Mensch heute im Begriff ist, seine biologische Zurechnungsfähigkeit zu verlieren. Es ist daher an der Zeit für den Menschen, über eine neue Kulturkonstitution nachzudenken, welche die soziale Natur des Menschen und das Leben auf der Erde in einer gebührenden Weise respektiert.

Eine besondere Auswahl von ganzen Abhandlungen finden Sie unter der Internetadresse: www.2035-der-Mensch-schafft-die-menschlichkeit-ab.de

3. Teil: Das Buch „Die Befreiung von der Standeskultur - durch den natürlichen dritten Weg“ setzt sich mit den wichtigsten wissenschaftlichen Erkenntnissen auseinander, die der Mensch für die Umsetzung einer nachhaltigen natürlichen Gesellschaftsorganisation benötigt. Die Natur der Erde organisiert sich sowohl auf eine relative als auch auf eine heterarchische Weise, so dass der Mensch, der seit der Erfindung der Sklaverei eine absolutistische Hierarchie innerhalb seiner Gesellschaft verfestigt hat, im Grunde eine widernatürliche Selbstorganisation betreibt. Das Buch stellt daher die Konstitution der traditionellen Standeskultur zur Diskussion und erörtert den ideologischen und praktischen Weg, den der heutige Mensch gehen kann, um sich in Zukunft auf eine biologische Weise zu organisieren.

 

Das Buch „German Angst“

Das Buch „German Angst - Ihre geschichtlichen Wurzeln und ihre ideologische Aufarbeitung” ist ein Kind der Buch-Trilogie und beleuchtet ein besonderes Symptom der traditionellen Standeskultur: Die Entstehung einer übernatürlichen Angst, die nicht nur die menschliche Seele, sondern auch den menschlichen Verstand lähmt. Davon waren und sind die deutschen Völker in einer besonderen Weise betroffen.

Die deutsche Geschichte ist durch 3 traumatische Dreißigjährige Kriege geprägt, die das Verhalten der Deutschen noch heute in einer erheblichen Weise prägen. Vor allem in kulturellen Krisenzeiten kommt dadurch in vielen Deutschen eine besondere „German Angst“ zum Vorschein, die dazu tendiert, sowohl die Gemütsverfassung als auch das Denken in einer schwerwiegenden Weise zu beeinträchtigen.

Die German Angst hat sich bis heute durch die deutsche Erziehung generativ übertragen, so dass es für alle Betroffenen wichtig geworden ist, die Entstehungsgeschichte der German Angst auf eine gezielte Weise aufzuarbeiten. Das Buch bietet eine fundierte Unterstützung für diesen Prozess, so dass die German Angst durch ein neues, bewusstes Denken, Fühlen und Handeln erheblich reduziert bzw. aufgelöst werden kann.

Einige AuszĂĽge des Buches finden Sie auf der Internetseite: www.german-angst.info