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GrundsÀtzliche Vorab-Informationen

 

Ende Februar ist das neue Buch erschienen:

 


Die Heilung der kulturellen Seele

 

                    

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Die GrĂŒnde fĂŒr dieses Buch, die Inhaltsangabe und einige AuszĂŒge finden Sie im Folgenden: Sie finden die entsprechenden Informationen dazu mit der SchaltflĂ€che: “English”

GrĂŒnde

Es ist nicht mehr zu ĂŒbersehen, dass die heutige Kulturseele krank ist und einer Heilung bedarf. Wie die Gruppenseele setzt sich Kulturseele aus den Seelen ihrer Mitglieder zusammen, wobei auf eine wundersame Weise ein Ganzes entsteht, das stets mehr ist, als die Summe seiner Teile. Da jeder Mensch ein Teil der Kulturseele ist, kann er auch zur Heilung der Kulturseele beitragen. Dies setzt lediglich den Glauben voraus, dass das natĂŒrliche Leben auf der Erde etwas Wunderbares ist, fĂŒr das es sich zu kĂ€mpfen lohnt.

Wie jeder Arzt weiß, kann eine Krankheit stets erst dann in einer zufriedenstellenden Weise geheilt werden, wenn sie in einer hinreichenden Weise analysiert und verstanden worden ist. Damit ein Mensch in Bezug auf die heutige Kultur zu einem solchen VerstĂ€ndnis kommen kann, muss er sich mit einigen unangenehmen KulturrealitĂ€ten auseinandersetzen. Eine dieser unangenehmen RealitĂ€ten besteht darin, dass der Faschismus, der direkt auf das Herrschaftswesen der Römer zurĂŒckgeht, heute in nahezu allen LĂ€ndern der Erde eine wesentliche Ursache fĂŒr die Erkrankung der Kulturseele ist. Es reicht daher nicht aus, nur an der OberflĂ€che des kulturellen Alltags zu operieren, da die Heilung der Kulturseele eine ausreichende Analyse eines „selbstverstĂ€ndlich“ gewordenen ideologischen Kulturerbes voraussetzt. Erst wenn der Einzelne erkennt, dass ein großer Teil dieses Kulturerbes aus völlig willkĂŒrlichen, widernatĂŒrlichen und krankhaften Ideen besteht, kann er sein natĂŒrliches Gewicht und seine natĂŒrliche Stimme gezielt in die Waagschale der Kulturentwicklung werfen und eine wichtige heilende Wirkung fĂŒr die Kulturseele generieren. Das Buch Die Heilung der kulurellen Seele liefert alle dafĂŒr notwendigen Informationen.


Inhaltsverzeichnis

  • Das ĂŒbernatĂŒrliche Wesen der traditionellen Hochkultur   Seite 6
  • Der Beitrag der modernen Konzerne zu einer fortschrittlichen Erkrankung der kulturellen Seele    Seite 22
  • Wie die kulturelle Seele durch eine narzisstische VerhaltensverĂ€nderung des Menschen krank wurde   Seite 35
  • Die gezielten Ablenkungen des Kulturmenschen vom heutigen Kulturalltag     Seite 46
  • Die Folgen einer ĂŒbernatĂŒrlichen idealistischen Polarisierung des menschlichen Weltbildes    Seite 50
  • Die Erkenntnis der krankhaften Kulturseele durch Jesus und das Christentum   Seite 57
  • Das notwendige Tabu fĂŒr jedwede Entrechtung und Versklavung von Menschen     Seite 63
  • Die Verabschiedung von einer widernatĂŒrlichen menschlichen WillkĂŒr   Seite 68
  • Die gegenwĂ€rtige kulturelle Entwicklung    Seite 74
  • Die bewusste Überwindung des römischen Faschismus fĂŒr eine nachhaltige Heilung der kulturellen Seele und der menschlichen Natur   Seite 85
  • Über den Autor   Seite 99

 

BuchauszĂŒge

 

Das ĂŒbernatĂŒrliche Wesen der traditionellen Hochkultur (Teilauszug)

Seit der Selbstorganisation des Menschen durch eine Hochkultur mit einer Standeseinteilung (Mesopotamien, Ägypten, Indien, China) gibt es in der Kultur relativ allmĂ€chtige „Herrenmenschen“, relativ ohnmĂ€chtige Dienermenschen (Beamte, HĂ€ndler, Handwerker) und ohnmĂ€chtige Sklavenmenschen (Schuldknechte, Sklaven, Proletarier, Niedriglohnarbeiter). Dadurch haben sich die menschlichen Gemeinschaftsbeziehungen von einer ursprĂŒnglich einfachen natĂŒrlichen Symbiose der relativen Gleichwertigkeit in sado-masochistische Beziehungen mit einem Hang zum GrĂ¶ĂŸenwahn und zum Minderwertigkeitswahn gewandelt. Der bestĂ€ndige „Fortschritt“ dieser Kulturgestaltung in den letzten 5000 Jahren hat den Menschen heute sowohl an die natĂŒrlichen Grenzen des menschlichen Wesens als auch an die natĂŒrlichen Grenzen der irdischen Natur gebracht und ist im Begriff, das Leben auf der Erde ernsthaft zu schĂ€digen.

Der heutige Kulturmensch verhĂ€lt sich zunehmend konfus und willkĂŒrlich und ist im Begriff, „ALLES“ fĂŒr das seltsame Streben nach einer absolutistischen Macht ĂŒber das Leben in einem relativen Universum zu opfern, weshalb er die traditionelle Standeskultur in einer unbedingten Weise aufrecht zu erhalten versucht. Das Meiste, das der Kulturmensch daher heute unternimmt, ist unnatĂŒrlich, sinnlos und vergeblich, weil er nach etwas strebt, was außerhalb einer willkĂŒrlich gewordenen menschlichen Fantasie und einer entsprechend sich gegen alles NatĂŒrliche abschließenden kĂŒnstlichen Kulturblase nicht erreichbar ist. Der heutige Mensch opfert daher die natĂŒrlichen Ressourcen der Erde fĂŒr einen Traum, der sich zwangslĂ€ufig in naher Zukunft in Luft auflösen wird, weil die heutigen Weltkonzerne und eine sich fortschrittlich zuspitzende zentralistische StaatsautoritĂ€t alles Leben auf der Erde zunehmend ĂŒberlasten.

Die notorische Überforderung der menschlichen Natur durch die Herrenmenschen erfolgt bereits seit 5000 Jahren, da die autoritĂ€re Standeskultur regelrechte Maschinen aus Menschen wie z.B. die Arbeitsmaschine fĂŒr den Bau der Pyramiden oder die MilitĂ€rmaschine erfunden hat. Diese Maschinen benötigen den „selbstlosen“ Menschen, damit in den Kulturmaschinen eine verabsolutierte und zentralisierte KulturautoritĂ€t von Oben nach Unten ohne Reibungen durchgereicht werden kann und alle Beteiligten an einem Strang ziehen. Die Standeskultur war daher von Beginn an durch eine extreme Polarisierung von Allmacht und Ohnmacht geprĂ€gt und hat den Menschen aus seiner natĂŒrlichen symbiotischen und freiheitlichen Verfassung gebracht. SpĂ€testens mit dem Beginn der griechischen Hochkultur, die erstmals einen regelrechten Sklavenmarkt generiert und einen Götterhimmel hervorgebracht hat, der zu einem direkten Spiegel einer manipulativen Gesellschaft wurde, sind die kĂŒnstlichen Polarisierungen des Kulturlebens innerhalb der Standeskultur zu einer hermetisch in sich abgeschlossenen menschlichen Lebensart geworden. Diese Entwicklung hat den Menschen nicht nur effektiv von der Natur getrennt, sondern auch in vieler Hinsicht in einen Unmenschen verwandelt.

Wir finden in der Kulturgeschichte der letzten 3000 Jahre viele persönliche Aussagen ĂŒber das Erleben einer alles zerstörenden Kriegsmaschine, welche die davon Betroffenen mit einem extremen menschlichen Unwesen konfrontiert hat. GerĂ€t eine Standeskultur in einen Krieg, dann können ihre kulturellen Menschenmaschinen zu zerstörerischen Ungeheuern werden, da die Menschen, die zu einem selbstlosen Teil einer Kulturmaschine geworden sind, dazu tendieren, eine blinde, Ă€ußerst fatalistische Gefolgschaft zu entwickeln, durch die sie ihre Menschlichkeit einbĂŒĂŸen. Dieser Verlust der Menschlichkeit hat den Menschen auch zu einem automatisierten militĂ€rischen Stechschritt gefĂŒhrt, der geradezu ein Symbol dafĂŒr ist, wie der Mensch ohne jede natĂŒrliche Regung unglaublich maschinelle Verhaltensweisen verwirklichen kann. Dieses bodenlose destruktive KulturphĂ€nomen, das mit den Nazis einen vorlĂ€ufigen Höhepunkt in der Kulturgeschichte erreicht hat, beschĂ€ftigt heute nach wie vor viele Menschen, da der hörige Kulturmensch jederzeit wieder Teil einer unnatĂŒrlichen Kulturmaschine werden kann. Ein autoritĂ€tshöriger Mensch, der Teil einer destruktiv agierenden Kulturmaschine wird, tendiert dazu im Eifer einer Kulturkrise außer sich zu geraten. Dies ist vor allem dann der Fall, wenn seine Situation auf eine regelrechte Weise unertrĂ€glich wird und er panische oder allergische GemĂŒtszustĂ€nde entwickelt. In einer solchen Situation können Menschen, die „Eins“ mit einer unnatĂŒrlichen Kulturmaschine geworden sind, zu „Maschinenmenschen“ werden, deren Taten so brutal und so abartig werden, dass die Betroffenen von diesen Taten ein Leben lang verfolgt werden. Dieses PhĂ€nomen ist vor allem durch die intensive mediale Begleitung des Vietnam-Krieges deutlich geworden. Nicht wenige amerikanische Soldaten hatten lange Zeit Probleme damit, die Furcht und die Abscheu vor dem Unmenschen, zu dem sie als ein Teil der amerikanischen MilitĂ€rmaschine in Vietnam geworden waren, psychisch zu verarbeiten. Die Maschinen der Standeskultur ruinieren daher im Ernstfall nicht nur das Leben der Feinde, sondern auch das Leben der eigenen KulturbĂŒrger, die zu einem hörigen Teil einer Kulturmaschine geworden sind.

Wenn der Mensch daher davon spricht, die inneren DĂ€monen besiegen zu mĂŒssen, dann handelt es sich in der Regel um das eigene autoritĂ€tshörige Kultur-Ich, das bereits die Kinder fĂŒr ein Überleben in der Standeskultur ausbilden mĂŒssen. Das Kultur-Ich des Menschen ist in vieler Hinsicht wie die Kulturkonstitution der Standeskultur schrecklich und gewalttĂ€tig, sowohl gegen andere Menschen als auch gegen das eigene Lebensgeschenk. Daher kann der Kulturmensch nicht mit einer bloßen Mahnung zur Vernunft und an ein soziales Verhalten in einer ausreichenden Weise gegensteuern, da halbherzige Versuche bei einem willkĂŒrlich und ĂŒbernatĂŒrlich agierenden Kultur-Ich, wenn ĂŒberhaupt, nur begrenzt fruchten. Der Einzelne muss daher das Wesen der Standeskultur begreifen lernen, damit er verstehen kann, weshalb das krankhaft autoritĂ€tshörige Kultur-Ich mitunter bodenlos destruktiv wird. Erst dann wird ihm auch klar, dass der Mensch ohne eine VerĂ€nderung der traditionellen Kulturorganisation keine lebenswerte Zukunft haben wird.

Das zentrale Ziel aller sadistischen oder narzisstischen Machtbestrebungen war und ist nach wie vor die bedingungslose Kapitulation aller Untergebenen. Dies gilt fĂŒr die autoritĂ€re elterliche Erziehung ebenso, wie fĂŒr die MilitĂ€rmaschine, fĂŒr die BĂŒrokratiemaschine und fĂŒr die kapitalistische Wirtschaftsmaschine. Die bedingungslose Kapitulation setzt voraus, dass der natĂŒrliche Eigenwille der Untergebenen durch eine bestĂ€ndige oder eine extreme psychische Überforderung gebrochen wird, so dass der natĂŒrliche Eigenwille und das natĂŒrliche Ich zugunsten des Ichs und des Willens der „siegreichen“AutoritĂ€ten in einer chronischen Weise unterbelichtet bleibt. Da diese Zielsetzung nicht ohne Weiteres verwirklicht werden kann, sorgt die Standeskultur seit ihrem Bestehen durch eine entsprechende Innenpolitik fĂŒr einen normalen Familienkrieg, einen regelrechten Geschlechterkrieg und einen obligatorischen Standeskrieg, so dass die Kulturmenschen einer stĂ€ndigen sozialen Überlastung ausgesetzt sind.

Da man vor allem den Willen der Kinder relativ leicht brechen kann, gibt es in den westlichen Kulturen seit dem DreißigjĂ€hrigen Krieg von 1618 bis 1648 eine ganz normale „Schwarze PĂ€dagogik“, die ganz offen die Zielsetzung verfolgt, den natĂŒrlichen Eigenwillen der Kinder möglichst frĂŒhzeitig zu brechen (Buch „Schwarze PĂ€dagogik“ von Katharina Rutschky, Ullstein Verlag, 1984) : „Es ist ganz natĂŒrlich, dass die Seele ihren Willen haben will, und wenn man nicht in den ersten zwei Jahren die Sache richtig gemacht hat, so kommt man hernach schwerlich zum Ziel. Diese ersten Jahre haben unter anderem auch den Vorteil, dass man da Gewalt und Zwang brauchen kann. Die Kinder vergessen mit den Jahren alles, was ihnen in der ersten Kindheit begegnet ist. Kann man da den Kindern den Willen benehmen, so erinnern sie sich hernach niemals mehr, dass sie einen Willen gehabt haben und die SchĂ€rfe, die man wird brauchen mĂŒssen, hat auch eben deswegen keine schlimmen Folgen“. (Buch S.173 f., J. Sulzer: Die zwei Hauptaufgaben der Kleinkindererziehung, 1748). Dieser Auszug aus einem Lehrbuch fĂŒr PĂ€dagogen ist nur ein Beispiel von mehr als 100 Lehrtexten, die noch 1980 im Original auffindbar waren. Sie geben einen Aufschluss darĂŒber, welche Art der Kindeserziehung ĂŒber 350 Jahre lang in allen westlichen Kulturen „normal“ gewesen ist. Noch 1965 gab es pĂ€dagogische Ratgeber fĂŒr die Eltern, die empfohlen haben, Babys einfach durchschreien zu lassen, um den „tyrannischen“ Willen der Kinder zu brechen.

Die bewusste Überwindung des römischen Faschismus fĂŒr eine nachhaltige Heilung der kulturellen Seele und der menschlichen Natur

Anders als die Standeskulturen in Mesopotamien, Ägypten, Indien und China haben sich die germanischen Völker bis etwa 400 n. Chr. auf eine einfache, natĂŒrliche Weise organisiert. Bis heute weisen die Nachkommen der frĂŒhen Germanen die Neigung zu einer tragischen NaivitĂ€t gegenĂŒber den unnatĂŒrlichen Herrschaftsbestrebungen der frĂŒhen Standeskulturen auf, die im römischen Weltreich ihren ersten kulturgeschichtlichen Höhepunkt erreicht haben. Die natĂŒrliche NaivitĂ€t, die auch bei den heutigen Kulturkindern zum Ausdruck kommt, verdeutlicht das eingeborene kindliche Urvertrauen in eine gesunde, symbiotische und empathische menschliche Natur. Sie Ă€ußert sich durch ein selbstverstĂ€ndliches, unbekĂŒmmertes und vertrauensvolles Beziehungsverhalten gegenĂŒber allen Mitmenschen und wird daher im Falle einer Konfrontation mit einem narzisstischen Herrenmenschen zwangslĂ€ufig zu einer tragischen NaivitĂ€t.

Die NaivitĂ€t der Germanen in Bezug auf das römische Kulturwesen wurde erstmals durch das „Schicksal“ der Kimbern, Teutonen und Ambronen, die um 120 v. Chr. mit einem Tross von ca. 200.000 Mann aus Nordeuropa aufgebrochen waren, um neues Siedlungsland zu suchen, zu einer tragischen NaivitĂ€t. Bereits damals hatten die Römer einen absolutistischen Anspruch auf den Grund und Boden erhoben, der in ihrem Geltungsbereich lag und hatten dadurch auf eine willkĂŒrliche Weise das natĂŒrliche Recht fĂŒr die Besetzung eines freien Reviers aufgehoben.

Nachdem mehrere Gesuche der Germanen an die Römer fĂŒr eine Landzuteilung negativ beschieden worden waren, kam es zu mehreren Auseinandersetzungen mit den Römern, von denen die Germanen einige fĂŒr sich entscheiden konnten. Bereits dabei hat sich ein absolutistisches römisches Herrschaftswesen offenbart, das keine Kompromisse kannte. Daher wurde der Beschluss der Germanen-Völker sich wieder aufzuteilen, um so leichter ein Siedlungsgebiet zu finden, zu einer ĂŒberaus tragischen germanischen NaivitĂ€t, da die Römer diese Entscheidung genutzt haben, um die Völker jeweils einzeln vollstĂ€ndig zu vernichten.

Bereits damals war fĂŒr die Römer das selbstverstĂ€ndlich geworden, was wir heute unter dem Begriff Faschismus zusammenfassen, eine Verherrlichung der Eroberung und der Versklavung anderer Völker durch ein absolutistisches Machtstreben, das durch allerlei Paraden, Fahnen und durch besondere Machtsymbole verherrlicht wird. Eines dieser verehrten römischen Machtsymbole waren die „Fasces“, von denen sich der Begriff des heutigen Faschismus in einer direkten Weise ableitet. (sh. Wikipedia: Artikel Fasces)

Das römische Machtsymbol der Fasces zeigt ein kreisförmiges, geschnittenes und zusammengebundenes RutenbĂŒndel, in deren hohler Mitte sich eine Axt befindet. Mit der Axt wurde das Recht der absoluten römischen Herrscher symbolisiert, die Todesstrafe auf eine willkĂŒrliche Weise zu verhĂ€ngen. Dadurch waren und sind die Fasces ein Symbol fĂŒr eine totalitĂ€re Macht der ĂŒbernatĂŒrlichen Art, da die modernen Ethnologen ein solches „Recht“ in keiner der von ihnen erforschten Naturvölker gefunden haben. Ein solches Recht verursacht zwangslĂ€ufig ein bodenloses MachtgefĂ€lle zwischen dem, der dieses Recht innehat und auf eine willkĂŒrliche Weise ausĂŒben kann und dem, der diesem „Recht“ ohnmĂ€chtig ausgeliefert ist. Hier ist der eigentliche Wesenskern einer faschistischen Herrschaft zu finden, die sich stets das selbstverstĂ€ndliche Recht anmaßt, ohne irgendeine Gerichtsverhandlung Todesurteile zu fĂ€llen und zu vollstrecken. Ein solches Recht bedeutet fĂŒr den einfachen Menschen zwangslĂ€ufig einen bodenlosen Schrecken, der fĂŒr den heutigen Menschen durch die Naziherrschaft in Deutschland, insbesondere durch die Gestapo greifbar wurde. Dieser Schrecken wird fĂŒr die betroffenen Völker auf die Dauer zu einem Psychoterror, da eine willkĂŒrliche Einordnung in die Kategorie „lebensunwertes Leben“ zu jederzeit und an jedem Ort das eigene Todesurteil bedeuten kann. Ein solcher Psychoterror ist wie eine psychische SĂ€ure fĂŒr die menschliche Seele („Angst essen Seele auf“), die wie von selbst zu einer bedingungslosen Kapitulation der Betroffenen gegenĂŒber einer faschistischen Herrschaftsmacht fĂŒhrt. Daher hat auch der heutige Mensch allen Grund, sich vor einer neuen faschistischen Herrschaft zu fĂŒrchten. Eine bodenlose Angst vor einer totalitĂ€ren Herrschaftselite ist erfahrungsgemĂ€ĂŸ ansteckend und kann sich wie ein Lauffeuer innerhalb einer Kultur verbreiten. Dadurch entsteht unter anderem eine ideologische und emotionale Gleichschaltung innerhalb der betroffenen Kultur, die zu einer geistigen und seelischen Degeneration des gesamten Kulturwesens fĂŒhrt.

Daher hilft es ĂŒberhaupt nichts, wenn sich der Mensch fĂŒr die „SchwĂ€che“ bzw. fĂŒr die AnfĂ€lligkeit seiner natĂŒrlichen NaivitĂ€t gegenĂŒber einer krankhaften widernatĂŒrlichen Machtagenda verurteilt, die menschliche Natur abwertet, seine Mitmenschen verflucht oder aber sich selbst hasst. Das löst das zugrunde liegende kulturbedingte Problem nicht, sondern verhindert vielmehr seine Lösung, die nur dadurch erreicht werden kann, dass der Einzelne die Vernetzung mit anderen Menschen durch eine symbiotische Vergemeinschaftung sucht, um ein ĂŒbereinstimmendes Tabu fĂŒr jede Art der absolutistischen ĂŒbernatĂŒrlichen Kulturherrschaft zu generieren. Diese Aufgabe kann man nicht politischen Parteien ĂŒberlassen. Nur auf dem Weg der selbstĂ€ndigen Eigeninitiative können die Menschen, die sich der faschistischen Kulturproblematik in einer grundlegenden Weise bewusst sind, sich selbst und ihre Vergemeinschaftungen durch die Regel „Wehret den AnfĂ€ngen“ ausreichend schĂŒtzen. FĂŒr die Aufrechterhaltung einer gesunden natĂŒrlichen Beziehung, Gemeinschaft oder Kultur ist es Ă€ußerst wichtig, dass alle Beteiligten auf ihre Mitmenschen vertrauen und dadurch auf eine natĂŒrliche Weise naiv bleiben können. DafĂŒr ist ein ausreichend starkes und flexibles soziales Netzwerk von konstruktiven symbiotischen Beziehungen notwendig, das destruktive Beziehungserfahrungen der ĂŒbernatĂŒrlichen Art auffangen und durch eine gezielte Hilfestellung so weit entschĂ€rfen kann, dass keine bleibenden SchĂ€den fĂŒr die Betroffenen und fĂŒr die Gemeinschaft entstehen. Dieses natĂŒrliche Gemeinwesen wird umso wichtiger, umso mehr Menschen eine Gemeinschaft umfasst und umso grĂ¶ĂŸer dadurch die Gefahr fĂŒr die Gemeinschaft wird, durch eine ideologische Kontamination der willkĂŒrlichen, absolutistischen Art in eine tragische Fehlentwicklung zu geraten.

Eine weitere tragische germanische NaivitĂ€t in Bezug auf das römische Kulturwesen wurde durch die Übernahme der Römisch-Katholischen Religion ab etwa 500 n. Chr. in vielen germanischen Völkern akut. Auch die Katholische Kirche hat das faschistische Recht, willkĂŒrlich zu töten oder töten zu lassen, durch ihren Umgang mit Ketzern wiederholt angewandt und im Lauf ihrer Geschichte in verschiedenen Formen praktiziert. Mit der Zwangskatholisierung des gesamten frĂ€nkischen Großreiches ab 770 n. Chr. wurde eine erste schwerwiegende faschistische Infektion des frĂ€nkischen Kulturwesens akut, die durch die NaivitĂ€t der einfachen Germanen gegenĂŒber dem römischen Herrschaftswesen abermals zu einer tragischen NaivitĂ€t wurde. In jeder grĂ¶ĂŸeren germanischen Ansiedlung wurde eine Kirchengemeinde gegrĂŒndet, die Teil einer neuen politischen Verwaltung des gesamten Frankenreichs durch eine hierarchische katholische Ordnungsmacht wurde. Diese „religiöse“ Ordnungsmacht wurde durch einen Kirchenzehnt zwangsfinanziert, so dass die Kirchen im frĂ€nkischen Großreich wie die Pilze aus dem Boden schossen. Nur die Sachsen waren nicht so naiv wie die anderen GermanenstĂ€mme und haben sich in dem ersten 30-jĂ€hrigen Religionskrieg der europĂ€ischen Kulturgeschichte heftig gegen diese frĂ€nkische Zwangskatholisierung gewehrt. Eine solche Gegenwehr endete damals vor allem fĂŒr die Slawen mit einer von Karl dem Großen „geduldeten“ Versklavung der Slawen durch die Wikinger. Durch diese allgemeine bodenlos ausufernde Gewalt im frĂ€nkischen Großreich sind viele Sachsen nach England ausgewandert und haben sich mit den dort bereits lebenden Sachsen und Angeln vermischt.

Die fast schon als fahrlĂ€ssig zu bezeichnende blinde NaivitĂ€t der Germanen in Bezug auf das römische Herrschaftswesen hat dazu gefĂŒhrt, dass die Franken die römischen Kulturgepflogenheiten in vieler Hinsicht ungeprĂŒft ĂŒbernommen haben. Nach einer Spaltung des Frankenreiches ab etwa 900 n. Chr. entstand auf dem heutigen deutschen Gebiet das „Heilige Römische Reich“, das ab dem spĂ€ten 15. Jahrhundert als „Heiliges Römisches Reich Deutscher Nation“ bezeichnet wurde. Dadurch ist die naive Blindheit der frĂŒhen Germanen fĂŒr das Wesen der römischen Herrschaft zu einer hartnĂ€ckigen naiven Betriebsblindheit geworden, die bis heute anhĂ€lt.

Das römische Kulturerbe bedeutete fĂŒr die einfachen Germanen im Verlauf der europĂ€ischen Kulturgeschichte einen zunehmenden autoritĂ€ren Herrschaftsdruck, der immer wieder zur Bodenlosigkeit tendierte. Dies wurde vor allem durch das Konzil zu Konstanz im frĂŒhen 15. Jahrhundert, durch die die Karlsbader BeschlĂŒsse im 19. Jahrhundert und durch weitere bodenlose Entgleisungen der Herrschaft nach römischer Art deutlich. Wie in allen widernatĂŒrlichen absolutistischen Herrschaftssystemen entwickelten auch die betroffenen Germanen mit der Zeit eine krankhafte ĂŒbernatĂŒrliche Polarisierung ihrer Anschauungen, Emotionen und Verhaltensweisen. Je bodenloser diese Polarisierung wurde, desto bodenloser wurde auch eine krankhafte „Hörigkeit“ der einfachen Germanen gegenĂŒber den AutoritĂ€ten der Kultur. Durch die Römisch-Katholische Religionslehre hat sich darĂŒber hinaus ein regelrechter Schuldkult der „Untertanen“ in der europĂ€ischen Kulturgeschichte „normalisiert“ der zu extrem masochistischen Verhaltensgewohnheiten der einfachen Germanen gefĂŒhrt hat, insbesondere im Heiligen Römischen Reich Deutscher Nation. Dadurch hat sich eine bodenlose Furcht vor den Auswirkungen der römisch-faschistischen Herrschaft Art tief in der germanischen Seele eingegraben, die bis heute die Symptome eines bodenlosen Misstrauens und einer panischen Angst vor jeder Ohnmacht-Erfahrung in der germanischen Seele nĂ€hrt. Die Folge ist eine mitunter ĂŒberaus krankhafte NaivitĂ€t der Betroffenen gegenĂŒber den AutoritĂ€ten ihrer Kultur, die sich durch ein hartnĂ€ckiges passives Untertanen-Denken und Untertanen-Verhalten verwirklicht und keinerlei Kritik an den KulturautoritĂ€ten zulĂ€sst.

Ab etwa 1700 n. Chr. haben die Germanen des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation die bis dato entstandenen besonderen preußischen Tugenden der Selbstdisziplin, des Fleißes, der PĂŒnktlichkeit und des Gehorsams gegenĂŒber allen KulturautoritĂ€ten zĂŒgig ĂŒbernommen. Das dadurch entstandene illusorische Ziel „perfekt“ sein zu wollen, existiert noch heute, da es die Hoffnung symbolisiert, die zutiefst verletzenden harschen DemĂŒtigungen einer tyrannischen Herrschaft der römischen Art durch ein „makelloses“ Verhalten vermeiden zu können. Es ist vor allem diese schwerwiegende masochistische Verzerrung der Selbstorganisation der einfachen Germanen, die dazu gefĂŒhrt hat, dass der heutige Germane keine Bekanntschaft mehr mit der Peitsche oder mit anderen brutalen Machtmitteln macht. Dies betrifft insbesondere den deutschen Germanen, der mit einer fast schon als tyrannisch zu bezeichnenden naiven Betriebsblindheit an einer absoluten Selbstbeherrschung und Selbstdisziplin zur „Perfektionierung“ des eigenen Verhaltens festhĂ€lt, um dadurch ein absolutes Streben nach einer materiellen Lebensversicherung sicherzustellen. Wie die Entwicklungen der letzten Jahre zeigen, ist diese „Lösung“ nur eine Scheinlösung, da die Germanen des gesamten westlichen Kulturkreises zahlreiche Suchtgewohnheiten entwickelt haben, um ihre „fortschrittliche“ Kulturentwicklung der römischen Art ertragen zu können. Seit der Jahrtausendwende sammeln die Menschen des westlichen Kulturkreises einen zunehmenden Berg von unnötigen Produkten in ihren Haushalten an, die zwangslĂ€ufig auf die ein oder andere Weise zu einer Belastung der irdischen Natur und damit auch der menschlichen Natur werden. Dadurch wird die ĂŒbernatĂŒrliche materielle Lebensversicherung des westlichen Kulturkreises langsam aber sicher zu einer Todesversicherung. Dies ist das vorlĂ€ufige, sich immer mehr zu einer Katastrophe entwickelnde Ergebnis einer Übernahme der römischen Kultur durch die germanischen Völker ab 400 n. Chr.

Die noch heute jede RĂŒckkehr zu einer natĂŒrlichen Kulturorganisation verhindernde, tragisch naive Hoffnung der Germanen, sich durch eine „Anpassung“ an die Herrschaftsmacht der römischen Art ĂŒber Wasser halten zu können, erweist sich durch eine kulturgeschichtliche PrĂŒfung als eine Illusion auf Zeit. Sowohl die sadistische römische Machtsucht, die nach einer totalitĂ€ren Beherrschung anderer Menschen strebt als auch die masochistische römische Machtsucht, die eine absolute Selbstbeherrschung durch eine entsprechende Selbstdisziplin kultiviert, tendieren dazu, einander derart „anzufeuern“ dass daraus eine degenerative Teufelsspirale (Teufelskreis) fĂŒr das kulturelle Sozialleben entsteht. Die heutigen PhĂ€nomene dieser Art sind daher nichts Neues, sie ziehen sich vielmehr durch die gesamte westliche Kulturgeschichte wie ein roter Faden. Der Mensch kann sich aufgrund seiner besonderen sozialen Natur immer nur auf Zeit und damit vorĂŒbergehend an widernatĂŒrliche HerrschaftsverhĂ€ltnisse der faschistischen Art anpassen, ohne dass er ernsthafte geistige, emotionale oder körperliche Krankheitssymptome entwickelt. Selbst fĂŒr eine kurzfristige Anpassung zahlt er den Preis eines unglĂŒcklichen Lebens und einer zwangslĂ€ufig einsetzenden moralischen Degeneration. Die Hoffnung, durch eine „Anpassung“ an die Herrschaftskultur der römischen Art eine Lösung fĂŒr das eigene Überleben zu erreichen, ist daher als eine ĂŒberaus gefĂ€hrliche und folgenreiche Illusion zu erachten. Dies rĂŒhrt vor allem daher, dass eine faschistische Herrschaft durch das geschriebene und ungeschriebene „Recht“ willkĂŒrlich töten zu dĂŒrfen nicht nur auf eine brutale Weise zur Geltung kommen kann, sondern den Körper, den Geist und die Seele auch nach und nach auf eine untergrĂŒndige Weise abtöten kann, ohne dass sich die Betroffenen dessen in einer ausreichenden Weise bewusst werden - bis es zu spĂ€t ist.

Der einfache Mensch kann durch eine Beschwichtigung der AutoritĂ€t, durch den Verrat an seiner Natur, durch den sozialen Verrat an seinen NĂ€chsten, durch ein Abreagieren seiner kulturbedingten Aggressionen an SĂŒndenböcken und durch ein persönliches Verschwinden innerhalb eines selbstlosen Nihilismus nur eine Notlösung fĂŒr seine kulturelle Selbstorganisation erreichen. Die dadurch entstehende illusorische ideologische und emotionale Immunisierung durch die VerdrĂ€ngung des natĂŒrlichen Ichs und durch die Kultivierung eines kĂŒnstlichen Kultur-Ichs sind keine Lösung. Viele Menschen des westlichen Kulturkreises haben heute mit einem verinnerlichten Psychoterror der römischen Art zu kĂ€mpfen, dessen Folgen gegenwĂ€rtig in den deutschen Kulturen besonders deutlich werden. Dabei liefern sich die vererbten absolutistischen römischen Werte der Disziplin, der PĂŒnktlichkeit, der Sparsamkeit, des Fleißes, der SelbstgenĂŒgsamkeit und des Gehorsams gemĂ€ĂŸ der Glaubensformel „der Einzelne ist nichts, die Gemeinschaft alles“ einen stĂ€ndigen ideologischen Krieg mit einer gegensĂ€tzlichen, seit der Jahrtausendwende normal gewordenen kapitalistischen Agenda der willkĂŒrlichen Liederlichkeit und der absoluten Egozentrik. Dieser tragische, grenzenlose innere Wettstreit vergiftet die Seele der heutigen Kulturmenschen in einer schwerwiegenden Weise, da es sich um einen ĂŒbernatĂŒrlichen ideologischen und emotionalen Krieg durch das widersprĂŒchliche Streben nach einer absolutistischen Ordnung (römische Diktatur) und nach einer absolutistischen Freiheit (kapitalistische WillkĂŒr) handelt. Diesem verheerenden idealistischen Krieg ist nicht mit einem „Alles-Gut“ Positivismus beizukommen, da eine solche ritualisierte Hoffnung dazu fĂŒhrt, dass der Mensch in einer gefĂ€hrlichen SelbsttĂ€uschung verharrt. Ohne ein ernsthaftes Streben danach, die alles in einen bodenlosen Abgrund ziehende Problematik des römischen Herrschaftswesens zu bereinigen, bleibt der Einzelne zwangslĂ€ufig ein Opfer eines zunehmend destruktiv werdenden Kulturwesens.

Um besser zu verstehen, wie es ĂŒberhaupt so weit kommen konnte, muss der heutige Mensch im 15. Jahrhundert der europĂ€ischen Geschichte ansetzen. Das 15. Jahrhundert war nicht nur das Jahrhundert des Konzils zu Konstanz, sondern auch das Jahrhundert in welcher die amerikanische Sklaverei und damit die Geschichte der Neuzeit eingelĂ€utet wurde. Es waren vor allem die Briten, die Franzosen, die Spanier und die Portugiesen, die zu den Hauptdarstellern dieser Geschichte wurden, so dass auch sie es waren, die die bis dato weiterentwickelte absolutistische Herrschaft der römischen Art nach Amerika exportiert haben. Dort wurde die römische Herrschaftsagenda auf eine relativ ungehinderte Weise zu einer neuen absolutistischen Herrschaftskonstitution der besonderen Art weiterentwickelt, die jenseits einer gut gemeinten amerikanischen Verfassung ihre Wirkung auf eine zunehmend fatalistische Weise entfaltet hat.

Eine Ă€hnliche Entwicklung wurde durch die Ostindischen-Kompanien in Gang gesetzt, wobei vor allem die englische und die niederlĂ€ndische Ostindien-Kompanie ein ökonomisches Herrschaftsmodell der römischen Art in die ganze Welt exportiert haben. Der dadurch entstandene Imperialismus prĂ€gt das globale Kulturwesen bis heute in einer entscheidenden Weise. So kam eine kulturelle Tragödie zur anderen. Es waren die Briten, die den ersten Panzer erfunden haben und die Amerikaner, die eine Atombombe gebaut haben. Durch diese Potenzierung der modernen MilitĂ€rmaschinen und durch die Nutzung von Atomstrom und Öl ist eine moderne Kulturwelt entstanden, die heute durch ihre inneren Konsequenzen die menschliche Existenz und das natĂŒrliche Leben auf der Erde auf eine fundamentale Weise bedroht. Die ganze heutige Welt ist daher sowohl eine direkte als auch indirekte Ausgeburt eines römischen Herrschaftswesens, die sich sowohl in der kapitalistischen als auch in der kommunistischen Kulturagenda fortgepflanzt hat und die gegenwĂ€rtigen Kulturentwicklungen entscheidend prĂ€gt.

Innerhalb dieser Kulturentwicklungen der letzten 800 Jahre hat sich die NaivitĂ€t der Germanen gegenĂŒber des römischen Herrschaftswesens vor allem im „Heiligen Römischen Reich Deutscher Nation“ in einer hartnĂ€ckigen Weise aufrecht erhalten. Die Briten, die Franzosen, die Portugiesen, die Spanier und die NiederlĂ€nder haben durch ihre ausgedehnten imperialistischen AktivitĂ€ten ihre NaivitĂ€t in Bezug auf das römische Herrschaftswesen ein gutes StĂŒck weit verloren, so dass der „normale“ patriotische Idealismus der romantisch-faschistischen PrĂ€gung einer ernĂŒchternden Einsicht ĂŒber die realen Folgen einer solchen unnatĂŒrlichen Herrschaftsagenda gewichen ist. Die deutschen Germanen, die aufgrund ihrer Geschichte eine lange Zeit zersplittert und mit sich selbst beschĂ€ftigt waren, haben diese ErnĂŒchterung nicht durchlebt und haben sich durch ihre ReichsgrĂŒndung von 1871 in eine maßlose idealistische Begeisterung fĂŒr eine preußische Agenda der römischen Art verirrt. Die Folge war eine ĂŒber alle Maßen idealisierte KulturblĂŒte, die von Beginn an den preußischen Militarismus, den Arbeitsfleiß, die Disziplin und die absolute Selbstbeherrschung so maßlos ĂŒbertrieben hat, dass daraus schwarze ideologische, soziale und wirtschaftliche BlĂŒten entstanden sind. Dadurch wurde die vorangegangene deutsche Geisteskultur der Goethezeit auf eine zĂŒgige Weise aus dem deutschen Kulturwesen verdrĂ€ngt. Die Folge war eine zunehmende Verirrung der Deutschen in einem idealistischen Nationalismus, Rassismus und Imperialismus, der 1905 fast zu einer Auslöschung der Hereros in Namibia gefĂŒhrt hĂ€tte. Durch diese Entwicklung sind die deutschen Germanen im Vergleich zu den anderen germanischen Völkern in Europa schließlich in eine verheerende, geradezu brutal naive Betriebsblindheit geraten, die den ideologischen NĂ€hrboden fĂŒr eine nachfolgende Naziherrschaft bereitet hat. Die ErnĂŒchterung der Deutschen von dieser trunkenen ideologischen KulturblĂŒte eines totalitĂ€ren römischen Allmachtstrebens war Ă€ußerst bitter, da sie 1945 durch eine unnatĂŒrliche bedingungslose Kapitulation in einer totalitĂ€ren Ohnmacht endete.

Auch heute noch ist die NaivitĂ€t der Germanen in Bezug auf die absolutistische und damit grenzenlos widernatĂŒrliche Herrschaftskonstitution der römischen Art eine entscheidende Ursache fĂŒr die zunehmenden kulturellen Verwerfungen auf dem gesamten Globus. Es ist daher ĂŒberaus wichtig, dass sich die germanischen Völker von ihrer hartnĂ€ckigen Betriebsblindheit erlösen und dadurch vielleicht zum ersten Mal wirklich aus ihrem Herzen heraus begreifen, dass die absolutistische Kulturagenda der „traditionellen“ Art eine Zerstörung der menschlichen Spezies und der natĂŒrlichen Evolution auf der Erde bedeuten kann.

Es ist höchste Zeit, dass der Kulturmensch zur Vernunft kommt und zu seinen seelischen Wurzeln zurĂŒckfindet. Dies kann vor allem dann geschehen, wenn der heutige Kulturmensch zu der Einsicht gelangt, dass jeder heute lebende Mensch auch durch ein willkĂŒrliches Nichthandeln und Nichtreagieren in Bezug auf die verletzenden und vergewaltigenden Normen eines römischen Kulturwesens die tĂ€gliche KulturrealitĂ€t entscheidend mitgestaltet. Erst wenn der Einzelne die natĂŒrliche Ver“antwort“ung fĂŒr sein Leben bewusst ĂŒbernimmt und eine entsprechende Antwort auf das Wesen der gegenwĂ€rtigen Kulturgestaltung gibt, wird die innere Emanzipation der Vielen zu einer kulturellen Zauberformel, die dem heutigen Menschen die erlösende Verwirklichung einer natĂŒrlichen Demokratie der symbiotischen Gleichberechtigung ermöglicht.

 

FĂŒr eine weiterfĂŒhrende Auseinandersetzung mit der Kulturgeschichte, den kulturellen Problemstellungen von heute und den bereits existierenden AnsĂ€tzen fĂŒr die Verwirklichung einer natĂŒrlichen Demokratie der symbiotischen Gleichberechtigung haben Sie die Möglichkeit, auf die folgenden BĂŒcher zurĂŒckzugreifen:

  1. Die Geschichte der kulturellen Fehlentwicklung durch die Erfindung der Sklaverei
  2. 2035 – Der Mensch schafft die Menschlichkeit ab - Eine berechtigte Warnung
  3. Die Verwandlung der heutigen Standeskultur - in eine natĂŒrliche Demokratie der symbiotischen Gleichberechtigung (Erscheint Anfang Mai 2024)
  4. German Angst – ihre geschichtlichen Wurzeln und ihre ideologische Aufarbeitung

Sie finden eine Kurzbeschreibung der BĂŒcher im Anschluss.

Falls Sie von einer hartnĂ€ckigen PassivitĂ€t und Hoffnungslosigkeit betroffen sind, ist es wichtig, sich vor Augen zu halten, dass ein Problem stets erst dann in einer zufriedenstellenden Weise gelöst werden kann, wenn seine Beschaffenheit in einer ausreichenden Weise verstanden worden ist. Es gibt daher auch keinen Grund, weshalb etwas so bleiben muss, wie es gerade ist. Dies gilt selbst fĂŒr schwerwiegende persönliche BeeintrĂ€chtigungen, die bereits existieren, seit man Denken kann.

 

Das Buch “Die Befreiung von der Standeskultur durch den natĂŒrlichen dritten Weg” wird ab Anfang Mai 2024 durch das Buch “Die Verwandlung der heutigen Standeskultur in eine natĂŒrliche Demokratie der symbiotischen Gleichberechtigung” ersetzt.

 

 Weitere BĂŒcher

 

Die folgenden BĂŒcher sind durch ein intensives 40-jĂ€hriges Studium der Kulturgeschichte, der Religionsgeschichte und der Sozialwissenschaften entstanden:

1. Das Buch „Die Geschichte der kulturellen Fehlentwicklung – oder die Erfindung der Sklaverei und ihre Folgen“ beleuchtet die Kulturgeschichte des Menschen aus der biologischen und sozialen Perspektive. Das Buch zeichnet die Folgen dieser Fehlentwicklung von der frĂŒhen Antike bis in die Gegenwart nach und konzentriert sich dabei auf die Kulturgeschichte des Westens. Dadurch erreicht der Leser ein ausreichendes VestĂ€ndnis dafĂŒr, wie und warum es zu den kulturellen Problemstellungen gekommen ist, mit denen der Mensch heute zu kĂ€mpfen hat.

Einen Auszug des Buches finden Sie auf der Internetseite:  www.die-geschichte-der-kulturellen-fehlentwicklung.de

 

2. Das Buch „2035 – Der Mensch schafft die Menschlichkeit ab – Eine berechtigte Warnung“ analysiert die gegenwĂ€rtige globale Kultursituation in einer kritischen Weise und fĂŒhrt die immer mehr aus dem Ruder laufenden Kulturentwicklungen auf ihre jeweiligen Ursachen zurĂŒck.

Einen Auszug des Buches finden Sie auf der Internetseite: www.2035-der-mensch-schafft-die-menschlichkeit-ab.de

 

3. Das Buch „German Angst - Ihre geschichtlichen Wurzeln und ihre ideologische Aufarbeitung“ beleuchtet ein besonderes Symptom der traditionellen Standeskultur: Die Entstehung einer ĂŒbernatĂŒrlichen Angst, die nicht nur die menschliche Seele, sondern auch den menschlichen Verstand lĂ€hmt. Davon waren und sind die deutschen Völker in einer besonderen Weise betroffen.

Die deutsche Geschichte ist durch 3 traumatische DreißigjĂ€hrige ideologische Kriege und durch 350 Jahre einer „Schwarzen PĂ€dagogik" geprĂ€gt, die das Verhalten der Deutschen noch heute noch erheblich beeinflussen. Vor allem in persönlichen und kulturellen Krisenzeiten kommt dadurch in vielen Deutschen eine besondere „German Angst" zum Vorschein, die durch ein besseres VerstĂ€ndnis der menschlichen Natur und der kulturellen Vergangenheit erheblich reduziert werden kann.

Einige AuszĂŒge des Buches finden Sie auf der Internetseite: www.german-angst.info

 

Über den Autor


Wie und weshalb ich zu einem Kulturforscher geworden bin

Der Hauptgrund fĂŒr diese Entwicklung war die Tatsache, dass ich in eine extrem narzisstische Familie hineingeboren wurde. Dadurch bin ich zu einem besonders selbstlosen Familienmitglied geworden und habe mit 20 Jahren eine allergische Reaktion auf alle Familienmitglieder entwickelt. Ich habe meine Kindheit nur ĂŒberlebt, weil ich schon sehr frĂŒhzeitig damit begonnen hatte, meine Familie so weit wie möglich zu meiden und mich mit der drĂ€ngenden Frage beschĂ€ftigt habe, warum das Leben so schwierig ist.

Nach 40 Jahren der intensiven Forschung habe ich meine Antwort gefunden und mich durch die erreichte Klarheit von allen unnatĂŒrlichen SchuldgefĂŒhlen und Ängsten befreit, die der Narzisst so hervorragend in die GemĂŒter der „naiven“ Kinder und Erwachsenen einzupflanzen versteht. Dadurch kann ich heute ganz anders mit meinen Kindheitserfahrungen umgehen, als es mir lange Zeit möglich war und gestalte mein Leben auf eine selbstbestimmte Weise.

In den letzten 20 Jahren meiner insgesamt 40-jĂ€hrigen BeschĂ€ftigung mit meinen Kulturerlebnissen konnte ich jeweils durch eine winterliche Arbeitspause von 5 Monaten die Kulturgeschichte, die Religionsgeschichte, die Wissenschaften der Biologie, der Psychologie, der Soziologie, der Ethnologie und andere interessante Forschungsgebiete auf eine selbstĂ€ndige Weise studieren und mir durch meinen inneren Antrieb ein umfassendes Wissen erschließen.


 

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